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Keine Normalität an Schulen Experte sieht Notwendigkeit von Corona-Konzepten

Die 15-jährige Clara wird im Impfzentrum geimpft. In Bremen können sich Kinder über zwölf Jahre gegen Corona impfen lassen.

Auf dem Symbolbild vom 6. August wird ein 15-jähriges Mädchen geimpft. Bislang ist die Corona-Impfung für Kinder von der Stiko nur mit Einschränkung empfohlen.

Trotz steigender Impf-Rate wird an den Schulen vorerst keine Normalität einkehren. Das ist die düstere Prognose von Klinikdirektor Dominik Schneider. Die eingeschränkte Impf-Empfehlung der Stiko hält er aber für richtig.

Berlin. Mit dem Ende der Sommerferien 2021 stellt sich in der anhaltenden Corona-Pandemie die Frage, wie der Unterricht an den Schulen in Deutschland weitergehen wird. Aus Sicht des Kindermedizin-Experten Dominik Schneider werden auch weiterhin besondere Corona-Schutzkonzepte benötigt. 

Normalität ist wohl noch weit entfernt. „Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass damit, wenn wir die Ab-Zwölfjährigen impfen, noch kein Problem gelöst ist“, sagte der Dortmunder Klinikdirektor, der auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist, am Samstag, 7. August, im Deutschlandfunk.

„Denn die, die am meisten eigentlich unter dieser Coronakrise gelitten haben, das sind eigentlich die jüngeren Kinder unter zwölf Jahren. Und da haben wir auch in den nächsten Wochen absehbar noch kein Impfangebot. Das wird frühestens im Herbst oder im Dezember, Ende des Jahres kommen.“

Ständige Impfkomission schränkt Impf-Empfehlung für Kinder ein

Für die älteren Kinder und Jugendlichen ab zwölf gibt es bereits zugelassene Impfstoffe. Allerdings empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) ihren Einsatz offiziell nur für Vorerkrankte oder nach individueller ärztlicher Beratung.

Einige Politiker drängen das Wissenschaftlergremium angesichts der lahmenden Impfkampagne nun, endlich eine Empfehlung für alle Kinder über zwölf auszusprechen.

Schneider verteidigte die Stiko. Ihre bisherige Erklärung sei ein „exzellentes Dokument, absolut lesenswert“, sagte er. „Es ist auch keine Außenseitermeinung.“ Denn die britische Impfkommission und die Weltgesundheitsorganisation WHO seien zur gleichen Einschätzung gekommen.

Karl Lauterbach kritisiert Stiko in Impf-Debatte

Zuvor hatte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der Stiko vorgeworfen, eine Außenseitermeinung zu vertreten. Bei Markus Lanz gab Karl Lauterbach gleich noch eine düstere Prognose zum Herbst 2021 ab und erklärte, warum für Ungeimpfte andere Regeln gelten müssten.

Für die Sicherheit an den Schulen brauche es ein umfassendes Konzept und auch mehr Personal, etwa für die Durchführung von Tests, verlangte Schneider. „Es ist nicht so, dass man ein Luftfiltergerät in einen Raum stellt und dann ist alles gelöst.“ Wenn das verkehrt gemacht werde, könne man sogar das Infektionsrisiko erhöhen. (dpa)

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