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Nach Horror-UnfallZahnarzt gibt nicht auf – und behandelt Patienten jetzt mit einer Hand

In seiner Zahnarztpraxis in Leipzig bereitet Zahnarzt Andreas Huth mit seiner Zahnmedizinischen Fachangestellten Zina eine Cerec-Krone für eine Patientin vor.

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In seiner Zahnarztpraxis in Leipzig bereitet Zahnarzt Andreas Huth mit seiner Zahnmedizinischen Fachangestellten Zina eine Cerec-Krone für eine Patientin vor. E hat nach einem schweren Unfall einen Weg gefunden, seine Patienten mit einer Hand weiterzubehandeln.

Bei einem Unfall verliert Zahnarzt Andreas Huth die linke Hand. Neben allem anderen steht schnell die Frage im Raum, ob er seinen Beruf weiter ausüben kann. Antwort: Er kann.

Kampfgeist par excellence! Wohl nicht wenige Menschen hätten an Andreas Huths Stelle ihren Job aufgegeben. Im vergangenen Sommer hatte der Zahnarzt nach einem schweren Unfall seine linke Hand verloren. Bei Bauarbeiten an seinem Haus kippte er mit einem Radlader um, wobei diese abgetrennt wurde.

Sie konnte zwar wieder angenäht werden, doch benutzen kann Huth sie noch lange nicht. Trotzdem hat er einen Weg gefunden, seine Patienten mit einer Hand weiterzubehandeln. „Ich behandele die Patienten mit rechts, und meine Assistenz übernimmt meine linke Hand“, sagte Huth. „Das funktioniert.“

Zahnarzt verliert linke Hand bei Unfall – macht aber trotzdem weiter

Es sei ihm extrem wichtig gewesen, wieder in seinem Beruf arbeiten zu können. „Ich liebe meine Arbeit, ich liebe meine Patienten. Und weil ich es gern mache, war auch die erste Frage nach dem Unfall, ob ich meinen Beruf weiterführen kann“, sagte Huth, der seit 2018 eine Praxis in Leipzig betreibt. „Nach einer Woche habe ich dann gesagt: Ja, das geht.“ Am 1. November 2022 kehrte er an seinen Arbeitsplatz zurück.

Etwa 75 der Prozent der Aufgaben eines Zahnarztes könne er erledigen, 25 Prozent gingen einhändig nicht. Bohren oder Füllungen seien zum Beispiel kein Problem. Dabei stünden ihm zwei Assistenzen zur Seite: Eine sauge ab, die andere schaffe ihm Sicht mit dem Spiegel. „Zahnziehen mache ich aber extrem ungern. Mir fehlt die zweite Hand für das Feingefühl“, sagte Huth.

Er könne immer schon bei der Planung der Behandlung entscheiden, ob er eine Aufgabe übernehme oder einem anderen Zahnarzt überlasse. „Für mich sind zwei Dinge wichtig: die Sicherheit des Patienten und die Qualität der Behandlung. Beides kann ich garantieren“, sagte Huth. Seine Patienten hielten ihm die Treue.

Huth hofft, dass er seine weitgehend wiederhergestellte linke Hand in zwei Jahren wieder nutzen kann. Davor stünden ihm aber noch fünf oder sechs Operationen bevor. Trotz des schwierigen Weges, der noch vor ihm liegt, sagte Huth: „Ich habe ganz viel Glück gehabt - dass sich die richtigen Leute um mich gekümmert haben, dass ich gut versichert war, dass mein Praxisvorgänger eingesprungen ist und dass meine Frau und meine Kinder das alles gut verkraftet haben.“ (dpa)

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