Sein Einsatz gegen einen Dieb wurde ihm zum Verhängnis. Jetzt steht er vor dem Nichts.
Mut kommt ihn teuer zu stehenSupermarkt schmeißt Mitarbeiter nach 17 Jahren raus

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Roter Doppeldeckerbus fährt an Gebäuden vorbei.
In London kochen die Emotionen hoch: Eine Geschichte sorgt für riesen Wirbel und ruft sogar die Politik auf den Plan. Seine Story machte Walker Smith (54) im britischen „Guardian“ publik – und entfachte eine Welle der Entrüstung. Er arbeitete 17 Jahre lang loyal für einen Supermarkt, doch als er einen Langfinger stoppen wollte, flog er raus.
Passiert ist das Ganze kurz vor dem Osterfest in einem Waitrose-Markt im Londoner Süden. Smith sah, wie ein Kerl Schoko-Hasen und Eier einpackte. Für den Angestellten war klar: Das ist ein bekannter Ladendieb. Er schnappte sich die Tasche des Mannes, was zu einer Rangelei führte. Dabei fiel ein Schoko-Hase runter. Smith schleuderte dann wütend ein Stück davon zu den Einkaufswagen. Das berichtet „t-online“.
Nach Kündigung: Mitarbeiter fürchtet um seine Existenz
Für den treuen Angestellten folgte die eiskalte Quittung: die sofortige Entlassung. „Ich habe versucht, stark zu bleiben und kein Wort gesagt, aber innerlich habe ich geweint“, offenbarte er dem Blatt. Die Begründung für die Kündigung: Das Management hatte den Mitarbeitern verboten, bei Ladendiebstahl einzuschreiten. Diese Aufgabe sei nur für ausgebildete Kräfte wie Detektive bestimmt.
Smith ist verzweifelt und fühlt sich allein gelassen. „Von Drogenabhängigen bis hin zu Teenagern, die Kleinigkeiten klauen oder mit Weinflaschen im Arm herumlaufen, ist alles dabei. Wir dürfen gar nichts mehr machen“, klagt er über die Zustände. Der Mann, 54 Jahre alt, zog erst vor Kurzem um und fürchtet jetzt, sein neues Zuhause nicht halten zu können. Sein schlimmster Albtraum: „Vielleicht werde ich obdachlos“.
Jetzt mischt sich die Politik ein
Die Angelegenheit zieht weite Kreise. Wie die BBC berichtet, sagte der konservative Abgeordnete Chris Philp, der Fall belege, dass Straftäter „dreist und mit wenig Furcht vor Konsequenzen“ agieren würden. Er verlangt die Wiedereinstellung von Smith. Der Rauswurf sei ein „völlig falsches Signal“.
Waitrose hat sich zu den Meldungen geäußert und gegenüber der BBC klargestellt, die bisherige Schilderung würde „nicht alle Fakten“ beinhalten. Ein Unternehmenssprecher garantierte: „Auch wenn wir niemals über einen Einzelfall sprechen können, können wir versichern, dass das korrekte Verfahren eingehalten wird“. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
