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Hammer-Urteil im MordfallWaffe als Beweis zugelassen, Handy und Pass des Schützen tabu

Prozess nach Ermordung des CEO von United Health Care

Copyright: Jeenah Moon/Pool Reuters/AP/dpa

Ein Richter hat in dem Fall zur Beweislage geurteilt. (Archivbild)

Wende im Mordprozess: Richter trifft Entscheidung zu Beweisen

Wende im Mordprozess in New York! Es geht um den erschossenen United-Healthcare-Chef Brian Thompson. Für den Angeklagten Luigi Mangione (28) gibt es gute Nachrichten vom Richter – aber auch sehr schlechte.

Über ein Jahr nach der tödlichen Attacke auf einen Versicherungs-Manager in New York hat ein Richter eine wichtige Entscheidung zu den Beweisen getroffen. Während einige Stücke zugelassen wurden, schloss er andere aus. Eine Pistole sowie ein Notizbuch, entdeckt im Rucksack des Beschuldigten Luigi Mangione, dürfen laut Urteil von Richter Gregory Carro vor Gericht verwendet werden.

Als unzulässig erklärte der Richter hingegen ein Mobiltelefon, einen Reisepass und eine Brieftasche. Außerdem dürfen nur manche Äußerungen des 28-jährigen Mangione vom Tag seiner Verhaftung in Pennsylvania im Prozess eine Rolle spielen. Als Begründung nannte der Richter Formfehler: Der Rucksack wurde ohne einen Durchsuchungsbefehl durchsucht und Mangione sei nicht vorschriftsmäßig über seine Rechte aufgeklärt worden.

Teilerfolg für Anklage und Verteidigung

Diese richterliche Anordnung stellt für beide Seiten einen Teilerfolg dar. Die Verteidiger hatten vehement den Ausschluss der Beweisstücke gefordert. Gleichzeitig hatte sich die Staatsanwaltschaft für deren vollständige Verwendung im Prozess starkgemacht.

Mangione wird zur Last gelegt, am 4. Dezember 2024 Brian Thompson, den Leiter des milliardenschweren US-Versicherungskonzerns United Healthcare, vorsätzlich getötet zu haben. Der 50-jährige Manager wurde auf offener Straße in Manhattan, unweit des Times Square, aus kurzer Distanz niedergestreckt und erlag später in einer Klinik seinen Verletzungen.

Flucht, Festnahme und überraschende Reaktionen

Die Tat, die von Sicherheitskameras aufgezeichnet wurde, und die anschließende öffentliche Fahndung sorgten international für Aufsehen. Der Täter flüchtete erst mit einem Fahrrad, bevor er untertauchte. Nach fünf Tagen erfolgte die Festnahme von Mangione als Verdächtigem in einem Schnellrestaurant in Altoona, Pennsylvania. Für eine große Überraschung sorgte die Reaktion in den USA: Es gab zahlreiche Sympathiebekundungen für den mutmaßlichen Täter. Hintergrund ist die Verzweiflung von Millionen Amerikanern über das kostspielige Gesundheitssystem des Landes.

Gegen Mangione laufen nicht nur auf Bundesebene, sondern auch separate Verfahren in den Bundesstaaten Pennsylvania und New York. Die Todesstrafe ist für ihn jedoch keine Gefahr mehr. Eine Richterin wies eine entsprechende Forderung der früheren US-Justizministerin Pam Bondi bereits zurück. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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