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Monster von Loch NessForscher ist sich nach 50 Jahren sicher

Dieses Foto wurde 1934 in der „Daily Mail“ veröffentlicht. Es soll das Monster von Loch Ness zeigen.

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Dieses Foto wurde 1934 in der „Daily Mail“ veröffentlicht. Es soll das Monster von Loch Ness zeigen.

Jahrzehntelang jagte der Experte das legendäre Wesen – nun zieht er ein Fazit.

Fast hundert Jahre lang sorgt die weltbekannte Kreatur aus dem schottischen Loch Ness schon für Gänsehaut. Jeder Tourist, der dort ans düstere Gewässer tritt, grübelt sofort über die eine große Frage: Verbirgt sich in der Tiefe tatsächlich ein echtes Biest? Selbst seriöse Forscher grübeln intensiv über das Phänomen. Einer davon ging der Sache nun endgültig auf den Grund.

Dieser Experte ist der 76-jährige Adrian Shine. Ein halbes Jahrhundert widmete der Naturkundler den Mysterien rund um Loch Ness sowie den vermeintlichen Begegnungen mit der wohl bekanntesten Wasserkreatur unseres Planeten. Genug Raum für Spekulationen bietet das Gewässer allemal: Es erstreckt sich über 36 Kilometer Länge und reicht bis auf 230 Meter hinab. Umso schmerzhafter wirkt nun das finale Fazit, welches Shine zieht. Seiner Überzeugung nach handelt es sich bei „Nessie“ bloß um eine frei erfundene Sage. Das berichtet „Bild“. Doch worauf stützt sich diese Erkenntnis?

Ein halbes Jahrhundert Jagd im schottischen Hochland

Seinen Anfang nahm das Ganze im Jahr 1973. In jener Zeit siedelte der aus England stammende Forscher ins schottische Hochland über. Erzählungen rund um geheimnisvolle Wasserwesen und unerklärliche Tiere packten ihn damals vollkommen. Einige Zeit darauf rief er schließlich das „Loch Ness Project“ ins Leben. Über viele Dekaden hinweg trug Shine akribisch Fakten zusammen und analysierte diese. Jede einzelne Beobachtung prüfte er genauestens und glich die Schilderungen der Zeugen mit denkbaren Abläufen in der Natur ab.

Dabei trudeln unaufhörlich neue Hinweise ein: Immerzu beteuern Beobachter, dass sie „Nessie“ persönlich erblickt hätten. Trotzdem fällt Shines Bilanz glasklar aus. Demzufolge basieren sämtliche angeblichen Entdeckungen des Ungetüms restlos auf ganz gewöhnlichen Naturvorgängen. Daraus habe sich im Laufe vieler Jahrzehnte eben jene riesige Erzählung entwickelt. „Viele Sichtungen werden durch Schiffswellen verursacht“, betont der Fachmann.

Allerdings existieren noch weitere simple Gründe für die Täuschungen. Wenn Wasservögel auf der Oberfläche ruhen, erinnert dieses Bild manchmal an einen emporragenden Hals. Ebenso liefern Gesteinsbrocken oder treibende Stämme von Bäumen eine plausible Lösung. Spezielle Strömungen unter der Oberfläche lassen es nämlich so wirken, als ob solche Objekte direkt gegen die Windrichtung vorankommen. Aber wie verhält es sich mit jenen Aufnahmen, welche die Kreatur vermeintlich glasklar zeigen? Hier urteilt der Forscher gnadenlos: „Sie waren alle Fälschungen.“

Böses Erwachen für treue Anhänger der Legende

Wahre Liebhaber der Seeschlange müssen diese Worte erst einmal verdauen. Immerhin hat gerade jener Mensch den Glauben an die Existenz verloren, welcher den überwiegenden Teil seiner Lebenszeit für das Aufspüren der Kreatur geopfert hat. Erst kürzlich machten noch spannende Vermutungen die Runde, welche offenbar sogar von Satellitenbildern aus dem All untermauert wurden. Diesen Annahmen zufolge zieht „Nessie“ keineswegs einsam durch die schottischen Fluten, sondern gehört zu einem kompletten Familienclan.

Der Strom an Hinweisen bricht trotz allem überhaupt nicht ab. Fortlaufend registrieren die Verantwortlichen frische vermeintliche Begegnungen. Bis zum heutigen Tag zählt das offizielle „Nessie-Register“ stolze 1165 Einträge. (red)