Zehn Tage, die Geschichte schreiben. Vier Astronauten sind wieder da. Ihre Landung bewegt die ganze Welt.
Gänsehaut-Moment im AllMond-Mission endet mit spektakulärer Landung im Pazifik

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Victor Glover, Christina Koch, Jeremy Hansen und Reid Wiseman umarmen sich.
Was für ein Augenblick für die Geschichtsbücher! Die Orion-Kapsel mit ihrer vierköpfigen Besatzung wird am Freitagabend (10. April 2026) ihre Wasserung im Pazifik vollziehen. Gebremst von drei gewaltigen Fallschirmen, schwebt das Raumschiff nahe San Diego dem Meer entgegen. Damit findet eine zehntägige Reise ein Ende, die unvergessen bleiben wird.
Die Zahl der Personen, die den Mond besucht und heil wieder erreicht haben, steigt mit dieser Wasserung auf 28. Seit der finalen Apollo-Mission im Dezember 1972 hat kein Mensch mehr die erdnahe Umlaufbahn verlassen. Dieser geglückte Testflug bedeutet für die Nasa und ihre internationalen Partner einen Aufbruch in eine neue Ära. Das berichtet „the Guardian“.
Rekord-Crew schreibt Raumfahrt-Geschichte
Die Besatzung der Artemis-II-Mission stellte gleich mehrere Bestmarken auf. Christina Koch war als erste Frau dabei, die den Mond umrundete. Mit Jeremy Hansen war erstmals ein Nicht-Amerikaner an Bord. Und Victor Glover reiste als erste Person of Color zum Erdtrabanten. Gemeinsam mit Kommandant Reid Wiseman entfernte sich das Quartett weiter von unserem Planeten als jeder Mensch vor ihnen: 252.756 Meilen – eine neue Bestmarke.
Nasa-Astronautin Christina Koch fand bewegende Worte für ihre Eindrücke: „Ich war einfach überwältigt davon, den Mond zu betrachten“, offenbarte sie über den Augenblick, als das Raumschiff nur 6.545 Kilometer über der Mondoberfläche flog. Eine Emotion, die Millionen auf der Erde nachempfanden, als sie die spektakulären Aufnahmen der Reise verfolgten.
Zwischen Klo-Panne und großen Gefühlen
Die 695.000-Meilen-Tour war aber alles andere als ein Zuckerschlecken. Das stille Örtchen in der engen Kapsel, die an einen Mini-Wohnwagen erinnert, streikte mehrmals. Astronautin Koch bewies handwerkliches Geschick und reparierte die Anlage. Zwischenzeitlich mussten sogar Urin-Sammelbeutel herhalten. Für Lacher sorgten hingegen eine Ostereiersuche und das Maskottchen der Mission, ein Plüschtier namens „Rise“.
Am Montag kam es zum vielleicht bewegendsten Augenblick der Mission. Die Crew regte an, einen noch unbenannten Krater auf dem Mond nach Carroll Taylor Wiseman zu taufen. Sie war die Gattin von Kommandant Reid Wiseman, die 2020 an einer Krebserkrankung starb. Diese Geste rührte nicht nur die Besatzung zu Tränen, sondern berührte Menschen weltweit.
Millimeterarbeit bei der Rückkehr: So läuft die Landung ab
Das Zurückkehren zum Heimatplaneten ist ein Manöver, das höchste Genauigkeit verlangt. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre mit 25.000 Meilen pro Stunde muss der Hitzeschutz der Orion-Kapsel extremen Temperaturen von bis zu 2.760 Grad Celsius widerstehen. Danach sorgt eine Sequenz von elf Fallschirmen für eine massive Verlangsamung, bis die Kapsel mit gemächlichen 17 Meilen pro Stunde im Ozean aufkommt.
In einem gewaltigen Landegebiet mit 550 Meilen Durchmesser halten sich die Bergungsmannschaften bereit. Sobald die medizinischen Untersuchungen abgeschlossen sind, reist die Besatzung für das Wiedersehen mit ihren Angehörigen weiter nach Houston. Die Mission legt zudem das Fundament für ein ambitioniertes Vorhaben: den Bau einer 20-Milliarden-Dollar-Mondstation innerhalb der nächsten zehn Jahre. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
