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Messer-Attacke im ICE Was Polizei jetzt über Tatverdächtigen weiß – Ermittlungen in NRW und Thüringen

Bei einem Messerangriff in einem ICE wurden am Samstag (6. November) mehrere Menschen verletzt. Der mutmaßliche Täter soll laut Aussagen der Polizei psychisch krank sein. Einen terroristischen Hintergrund schließen die Ermittler aktuell aus. 

Neumarkt/Marl. Der mutmaßliche Täter des Messerangriffs in einem ICE in Bayern ist vermutlich psychisch krank. Die Motivlage des Mannes sei „nach wie vor unklar“ und Gegenstand „unserer intensiven Ermittlungen“, sagte der Präsident des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Norbert Zink, am Sonntag (7. November) in Neumarkt.

Im Zusammenhang mit der Messerattacke in einem Schnellzug in Bayern hat es nun auch Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen gegeben. Es haben Vernehmungen und Durchsuchungen in Marl stattgefunden, wie die Behörden in der Oberpfalz am Sonntag bestätigten.

Messer-Attacke im ICE: Verdächtiger in Psychiatrie, Ermittlungen in NRW und Thüringen

Dabei sei es um das soziale und familiäre Umfeld des Verdächtigen gegangen. Es gebe aber keine Anhaltspunkte für eine Mitwisserschaft, Mittäterschaft oder Mithilfe, betonten die Behörden. Die Motivlage des Verdächtigen sei in alle Richtungen ausgeleuchtet worden.

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Eine festgenommene männliche Person wird am Bahnhof von Polizei und Rettungskräften weggeführt. In einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat es am 6. November 2021 eine Messerattacke gegeben.

Der mutmaßliche Täter wurde am Samstag, 6. November, von Polizei und Rettungskräften weggeführt. Der mutmaßliche Täter soll psychisch krank sein.

Auch im Thüringer Landkreis Nordhausen hat es eine Durchsuchung gegeben. Diese habe im näheren Freundeskreis des Tatverdächtigen stattgefunden, hieß es am Sonntag im bayerischen Neumarkt in der Oberpfalz von der ermittelnden Staatsanwaltschaft. Die Thüringer Landespolizeidirektion bestätigte entsprechende Maßnahmen im Bereich Nordhausen. Nähere Auskünfte wollten zunächst weder Polizei noch Landeskriminalamt erteilen.

Ein Haftrichter hat am Sonntag die Unterbringung des mutmaßlichen Täters in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Ein Sachverständiger habe den 27-jährigen Syrer untersucht und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass er „aktuell unter einer paranoiden Schizophrenie“ und Wahnvorstellungen leide.

Messer-Angriff in Bayern: Ermittler gehen nicht von Terror-Akt aus

Der 27-Jährige habe dem Gutachter gesagt, er fühle sich von der Polizei verfolgt: Sie schicke Männer, die ihn verrückt machen sollten. Von einem 26-jährigen Fahrgast im Zug habe er sich bedroht gefühlt und „gemeint, dieser Mann wolle ihn töten“. Bei dem Vorfall am Samstag waren vier Menschen verletzt worden. 

Der Tatverdächtige wurde nach einem außerplanmäßigen Halt des Zuges im oberpfälzischen Seubersdorf festgenommen. Die Ermittler gehen derzeit nicht von einem Terrorakt aus. Zudem seien bisher keine Hinweise aufgetaucht, dass der 27-jährige Syrer Mittäter oder Mitwisser hatte, hieß es.

Dass es dennoch mehrere Durchsuchungen gegeben habe, darunter auch in NRW und Thüringen, sei ein „ganz normaler kriminalpolizeilicher Vorgang“. Auch wenn es Hinweise auf eine psychische Vorerkrankung gebe, werde die Motivlage des Tatverdächtigen in alle Richtungen weiter ermittelt.

Syrer verletzt vier Reisende im ICE mit Messer 

Der Mann soll am Samstagmorgen in dem ICE Mitreisende mit einem Messer angegriffen haben. Nachdem am Samstag von drei Schwerverletzten die Rede war, sprach die Polizei auf der Pressekonferenz am Sonntag, 7. November, von vier Verletzten.

Polizeivizepräsident Thomas Schöniger sagte, ein 26-jähriger Mann sei schwer am Kopf verletzt worden. Ein 39-Jähriger erlitt demnach Stichverletzungen im Oberkörper. Beide Männer seien noch im Krankenhaus.

Messer-Angriff im ICE: Fahrgäste versuchten Angreifer aufzuhalten

Ein Fahrgast im Alter von 60 Jahren habe Schnittwunden an Kopf und Rumpf erlitten, sagte Schöniger. Ein weiterer 60-Jähriger sei ebenfalls verletzt worden; dieser habe sich selbst in ärztliche Behandlung begeben.

Polizeipräsident Zink dankte den Menschen im Zug, die versuchten, „den Verdächtigen von weiteren Aktionen abzuhalten“. Dank sprach er auch denjenigen aus, die Erste Hilfe leisteten. (afp, dpa)

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