Nach halbem Jahr auf ISS Deutscher Astronaut zurück auf der Erde, sein erster Weg führt ihn schon heute nach NRW

Zurück von der Internationalen Raumstation ISS: Der deutsche Astronaut Matthias Maurer ist wieder auf der Erde. Am Freitag führt ihn sein Weg nach Köln.

Ein halbes Jahr lebte und forschte Matthias Maurer auf der Internationalen Raumstation ISS. Jetzt ist er wieder auf der Erde zurück.

Nach einem knapp 24-stündigen Rückflug landete Maurer in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) in einer Raumkapsel im Golf von Mexiko vor der Westküste des US-Bundesstaats Florida.

ISS: Raumkapsel mit Matthias Maurer landet im Meer

In einem Livestream der US-Raumfahrtbehörde Nasa war zu sehen, wie die Dragon-Kapsel des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX an Fallschirmen ins Meer fiel. Bereits am Abend wird der deutsche Astronaut in Köln erwartet.

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Wenn alles nach Plan läuft, soll er am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn landen. Dort werde er von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) empfangen, wie die Düsseldorfer Staatskanzlei am Freitag, 6. Mai 2022, mitteilte. „Ich freue mich, ihn unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem All bei uns in Nordrhein-Westfalen begrüßen zu dürfen“, sagte Wüst. „Mit seinem anspruchsvollen Einsatz auf der Internationalen Raumstation hat Matthias Maurer einen herausragenden Beitrag für die deutsche Raumfahrt und unseren Forschungsstandort geleistet.“

Forschung in NRW: Mondsimulationsanlage „Luna“ entsteht in Köln

Maurer habe mit seinen Astronauten-Kollegen einen wichtigen Dienst „zum Wohle der Menschheit“ geleistet, lobte Wüst: „Wir sind stolz, dass sich in Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl an Instituten und Einrichtungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt befindet und an unseren Hochschulen und innovativen Unternehmen viele Kompetenzen rund um die Raumfahrt gebündelt sind.“

Am Standort Köln entsteht derzeit die Mondsimulationsanlage „Luna“, die NRW mit bis zu 25 Millionen Euro fördert. Hier sollen alle künftigen Astronautinnen und Astronauten, die auf dem Mond landen, ausgebildet werden. Die Anlage soll die vollständige Simulation einer Mondmission in einer realistischen Umgebung ermöglichen.

Maurer hatte seit November 2021 auf der Internationalen Raumstation ISS an wissenschaftlichen Experimenten geforscht und war für Arbeiten auch ins freie Weltall ausgestiegen. Der Astronaut der europäischen Raumfahrtagentur Esa war der zwölfte Deutsche im Kosmos.

Mauer sei während seiner 177 Tage langen Mission mit dem Namen „Cosmic Kiss“ an mehr als 100 Experimenten beteiligt gewesen, davon 34 aus Deutschland, sagte Vorstandschefin Anke Kaysser-Pyzalla vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Die Resultate werden dazu beitragen, dass wir irdische Probleme unter anderem in der Biologie, Medizin und Materialwissenschaft noch besser verstehen können.“

„Welcome home“, schrieb Europas Raumfahrtchef Josef Aschbacher bei Twitter. Volker Schmid, Manager der Maurer-Mission beim DLR, sprach von einem „enormen Arbeitspensum“, das Maurer „mit Bravour gemeistert“ habe. Der Astronaut mit einem Doktortitel in Materialwissenschaft war der vierte Deutsche auf der ISS. (dpa/afp)

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