1

Mallorca im AusnahmezustandHimmels-Spektakel löst Chaos aus

Passagiere im Ankunftsbereich des Flughafens Palma de Mallorca. (Symbolfoto)

Copyright: Clara Margais/dpa

Passagiere im Ankunftsbereich des Flughafens Palma de Mallorca. (Symbolfoto)

Mallorca im Ausnahmezustand. Weil die Sonnenfinsternis auf der Insel besonders gut zu sehen sein soll, herrscht Überfüllung am Flughafen.

Mallorca ist Massen gewohnt. Doch am Mittwoch (12. August) platzte der internationalen Flughafen der beliebten Urlaubsinsel aus allen Nähten.

Am Airport Son Sant Joan in Palma kam es am Vormittag wegen des gewaltigen Andrangs zu teils chaotischen Zuständen. Der Grund: die Sonnenfinsternis.

Sonnenfinsternis: Touris wollen Straßensperren entgehen

Allerdings waren es nicht die Sonnenfinsternis-Fans, sondern die Urlauber, die die Insel verlassen wollten, die sich im Terminal tummelten. Die Sorge vor einem Verkehrskollaps trieb zahllose Touristen sowie manche Residenten deutlich zeitiger als gewöhnlich zum Terminal. Alle wollten verhindern, durch die angekündigten Straßensperren ihr Flugzeug nicht mehr zu erreichen.

Bereits in der Eingangshalle des Abfluggebäudes war nahezu jede Sitzgelegenheit besetzt, viele Leute standen oder hockten auf dem Fußboden, bevor sie überhaupt zur Sicherheitsüberprüfung gelangten.

Etliche Hotels, Shuttle-Services und Busfirmen hatten ihren zuvor Gästen eindringlich empfohlen, mit einem riesigen Zeitpolster die Anreise zum Airport zu planen. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Manche Passagiere kamen überpünktlich an. So wurde Henning aus Düsseldorf von seinem Shuttle schon um 9 Uhr am Airport rausgelassen, sein Flieger ging aber erst um 16 Uhr. Auf Empfehlung seiner Unterkunft war auch Álvaro, mit Ziel A Coruña, ganze fünf Stunden vor dem Start vor Ort. Ebenso rieten andere Transportdienste zu einer Pufferzeit von etlichen Stunden.

Allerdings kamen die Warnungen nicht bei sämtlichen Urlaubern direkt an. Luka aus Frankfurt hörte erst von anderen Hotelgästen von den potenziellen Schwierigkeiten und brach deshalb sechs Stunden vor Abflug auf, weil seine Unterkunft ihn nicht informiert hatte. Auch Einheimische, wie der auf Mallorca wohnhafte Argentinier Gabriel, gingen lieber auf Nummer sicher und waren angesichts des Gedränges froh über ihre zeitige Anreise.

Völlig anders hingegen präsentierte sich die Situation in der Ankunftshalle des Airports, wo es merklich ruhiger zuging.

Unter den Neuankömmlingen befanden sich auch Personen, die speziell wegen des Himmelsspektakels auf die Insel gekommen waren. Beispielsweise hatten Menefese und Sophie aus Edinburgh vor, sofort in die Tramuntana weiterzufahren, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der Anfahrtsmöglichkeiten.

Weitere Touristen hatten ihren Trip zwar losgelöst von dem astronomischen Ereignis gebucht, waren aber darüber im Bilde. Es gab jedoch auch Passagiere, die erst nach dem Aufsetzen auf der Insel von dem besonderen Schauspiel erfuhren. (red)

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht vor einem Waldstück im Landkreis Schleswig-Flensburg. In der Nähe von Flensburg hat ein Jäger einen in Plastikfolie verpackten Torso eines Mannes gefunden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus und sucht nach weiteren Spuren.
In Plastikfolie verpackt
Menschlicher Torso in Waldstück gefunden – Polizei ermittelt