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200 Wohnungen kaltHauseigentümer begleicht Rechnung nicht – Mieterschaft muss frieren

Ein Auto fährt über eine verschneite Straße im Leipziger Stadtteil Grünau.

Copyright: picture alliance/dpa

Menschen aus 200 Wohnungen in Leipzig mussten am Dienstag (6. Dezember 2022) frieren. Unser Symbolbild zeigt einen Wohnblock in Leipzig-Grünau.

In 200 Wohnungen wurde es am Dienstag (6. Dezember 2022) kalt. Die Stadtwerke hatten dort die Heizung abgestellt. Der Grund: versäumte Rechnungen. Doch die Mieterinnen und Mieter traf keine Schuld.

Draußen herrschen eisige Temperaturen. Fällt die Heizung aus, wird es kalt. Dieses Gefühl kennen die Mieterinnen und Mieter aus 200 Wohnungen in Leipzig nur zu gut. Denn ihnen stellten die Stadtwerke am Dienstag (6. Dezember 2022) kurzerhand die Heizung ab.

Ohne Heizung und Warmwasser sanken die Temperaturen in den Wohnungen der Zingster Straße 4 bis 10 und 32 bis 50 schnell. „Schon ein paar Stunden später hatte ich nur noch 17 Grad in der Wohnung – ohne Vorwarnung!“, berichtete eine Rentnerin, die im Erdgeschoss lebt, gegenüber „Bild.de“.

Hauseigentümer zahlt Rechnung nicht

Schuld daran waren aber nicht die Mieterinnen und Mieter selbst. Der Hauseigentümer hatte die Rechnungen offenbar nicht gezahlt. Ein Stadtwerke-Sprecher erklärte: „Der Hauseigentümer hat nicht auf Rechnungen reagiert. Nun konnten wir wenigstens erreichen, dass wenigstens die Hälfte des ausstehenden Betrages auf unser Konto überwiesen wird. Jetzt haben wir die Versorgung angestellt, wir möchten nicht, dass die Menschen frieren.“

Die Immobilienfirma hatte die Wohnungen erst im vergangenen Jahr übernommen. Bereits zuvor drohte laut des Berichts eine Sperre wegen ausstehender Zahlungen. 

„Ich kann Betroffene in solchen Fällen nur dringend bitten, sogenannte Mieternotgemeinschaften zu gründen und direkt bei uns einzuzahlen. Dann kann so etwas nicht passieren“, riet der Stadtwerke-Sprecher. Die Mieterinnen und Mieter haben nun Anzeige erstattet. (ls)

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