Leichenteile in Koffer entdeckt Ermittlungen bringen grausige Details ans Licht

Das Foto der Polizei Münster aus dem Jahr 2012 zeigt einen Koffer, in dem sich der Torso einer Frau befand.

Das Foto der Polizei Münster aus dem Jahr 2012 zeigt einen Koffer, in dem sich der Torso einer Frau befand. Das Bild steht nicht im Zusammenhang mit dem Vorfall in Neuseeland.

Nach der Ersteigerung eines Koffers hat eine Familie Leichenteile darin entdeckt. Die Polizei ermittelt und hat nun verstörende Details bekannt gegeben.

In zwei in Neuseeland versteigerten Koffern sind die sterblichen Überreste zweier Kinder entdeckt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, waren die Kinder offenbar schon vor mehreren Jahren gestorben. Bei ihrem Tod seien sie zwischen fünf und zehn Jahre alt gewesen.

Die Koffer mit den sterblichen Überresten waren in einem Lagercontainer aufbewahrt worden, bis eine Familie dessen Inhalt ersteigerte und öffnete.

Familie ersteigerte Koffer an Flughafen – tief erschüttert

Die Familie aus einem Vorort von Auckland hatte die zwei Koffer zusammen mit einer ganzen Anhängerladung voller Hausrat bei einer Versteigerung von eingelagerten Gegenständen erworben, deren Besitzer nicht mehr ermittelt werden konnten.

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Die Familie ist in dem Fall nicht verdächtig, sei aber „verständlicherweise erschüttert“, sagte Inspektor Tofilau Faamanuia Vaaelua von der neuseeländischen Polizei am Donnerstag.

Koffer mit Leichen: Verstörender Fall lässt sich nur schwer aufklären

Zu dem Fund der toten Kinder in den Koffern sagte Vaaelua, die Tatsache, dass zwischen dem Tod und der Entdeckung der Leichen so viel Zeit vergangen sei, belaste die Ermittlungen. Dies erschwere die Autopsie und die Identifizierung der Kinder. Die Ermittlerinnen und Ermittler machten aber „große Fortschritte bei der DNA-Analyse“.

Hinweise zur Aufklärung des Falls verspricht sich die Polizei auch von den gemeinsam mit den Koffern versteigerten Gegenständen. Außerdem werden Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet. Die Ermittlerinnen und Ermittler hätten auch das Lager, in dem die Koffer aufbewahrt wurden, und das Haus der Familie, in das sie nach der Auktion gebracht wurden, gründlich untersucht, erklärte die Polizei.

Leichen in Koffern: Interpol eingeschaltet

Vorsichtshalber schalteten die Ermittlerinnen und Ermittler auch die internationale Polizeiorganisation Interpol ein. Sie halten es allerdings für sehr wahrscheinlich, dass die Angehörigen der Kinder in Neuseeland zu finden sind.

Die Familie, die die Koffer ersteigert hatte, bat nach Angaben der Polizei um Respektierung ihrer Privatsphäre. Sie erhielt demnach Unterstützung bei der Verarbeitung ihres Traumas. Ein Nachbar der Familie sagte der Zeitung „The New Zealand Herald“, er passe derzeit auf ihr Haus auf. Wegen des Medienrummels um die grausige Entdeckung in den Koffern habe die Familie Auckland verlassen.

Auch den Ermittlerinnen und Ermittler geht der Fall nahe. „Das ist keine einfache Ermittlung“, sagte Vaaelua. „Egal, wie lang oder wie viele Jahre man schon im Dienst ist und schreckliche Fälle wie diese untersucht, ist es nie eine leichte Aufgabe.“ Das Ermittlerteam arbeite aber „sehr hart dafür, die Person oder Personen, die für den Tod dieser Kinder verantwortlich sind, zur Verantwortung zu ziehen“. (afp/jv)

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