Ein Kunstschatz kehrt heim – nach einer Ewigkeit.
Kunst-SensationVerschollenes Cranach-Gemälde nach fast 80 Jahren wieder aufgetaucht

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Das nach Dresden zurückgekehrte Werk von Lucas Cranach dem Älteren soll später in der Gemäldegalerie Alte Meister ausgestellt werden (Archivbild).
Was für eine Hammer-Nachricht für die Kunstwelt! Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister hat ein Kunstwerk zurückerhalten, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs als vermisst galt. Es handelt sich um ein Gemälde, geschaffen von Lucas Cranach dem Älteren (1472–1553) und seiner Werkstatt.
Dargestellt ist Kurfürst Friedrich der Weise auf einem kleinen Porträt. Wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bekannt gaben, befand es sich bis vor Kurzem in einer privaten Sammlung in Frankreich. Die Sensation wurde durch einen Zufall aufgedeckt: Bei einer Herkunftsprüfung in einem Auktionshaus wurde klar, dass das Werk eigentlich nach Dresden gehört!
Happy End nach langer Odyssee
Eine tolle Geste der ehemaligen Eigentümer! Laut dpa arbeiteten sie zusammen mit dem Verein Museis Saxonicis Usui – Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, um die Heimkehr des Kunstwerks an seinen rechtmäßigen Platz zu ermöglichen.
So siehst du das wiederentdeckte Juwel
Und die gute Nachricht für alle Kunst-Begeisterten: Das zurückgekehrte Meisterstück ist direkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Zunächst wird es im Rahmen der laufenden Sonderschau über Friedrich den Weisen im Münzkabinett des Residenzschlosses ausgestellt. Im Anschluss an diese Schau findet das Gemälde seinen festen Platz in der bekannten Sempergalerie im Zwinger.
Cranach-Hochburg Dresden freut sich
Dieser Fund ist für die SKD ein echter Glücksfall. Die Sammlungen verfügen laut eigener Auskunft mit nun 67 Stücken über die umfangreichste Kollektion von Cranach-Arbeiten auf der ganzen Welt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden 18 Werke als Verlust gemeldet, von denen mittlerweile sieben wieder den Weg nach Dresden gefunden haben.
Doch diese Zahlen verdeutlichen ebenso die Dimension des Dramas: Die Kriegsverluste allein der Dresdner Gemäldegalerie summieren sich insgesamt auf etwa 500 Kunstwerke. (red)
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