Panne im Video Klebe-Protest geht schief – Klimaaktivisten unterläuft peinlicher Fehler

Die Protest-Aktion der Klimaaktivistinnen und Aktivisten „Letzte Generation“ in der Hamburger Elbphilharmonie sorgte für Aufregung. Ein jetzt aufgetauchtes Video zeigt einen peinlichen Fehler.

So haben sich die Klimaaktivistinnen und Aktivisten ihre Protest-Aktion in der Hamburger Elbphilharmonie sicherlich nicht vorgestellt: Die Klebe-Aktion ging durch einen unangenehmen Fehler gehörig schief.

Zwei Mitglieder der Gruppierung „Letzte Generation“ hatten sich am vergangenen Mittwochabend (23. November 2022) vor Konzertbeginn an das Dirigentenpult geklebt.

„Letzte Generation“: Klebe-Aktion in der Elbphilharmonie geht schief

Ein jetzt aufgetauchtes Video zeigt den unangenehmen Fauxpas der Protestierende: Der Mann und die Frau klebten sich an einer Stange am Dirigentenpult fest, die jedoch selbst nicht befestigt war.

Der Rausschmiss aus dem Konzertsaal war somit einfach: Die Sicherheitsleute hoben kurzerhand die Stange, an der sich die beiden festgeklebt hatten, aus der Verankerung und trugen diese aus dem Saal – inklusive der beiden Festgeklebten.

Hier sehen Sie das Video, in dem die Aktivisten aus dem Saal gebracht werden:

Auf der Konzertbühne forderten sie zum Widerstand gegen die ihrer Meinung nach unentschlossene Klimapolitik der Regierung auf. Das Publikum war alles andere als begeistert von dem Auftritt der „Letzten Generation“: Mit lauten Rufen verlangte es den Rausschmiss der beiden.

Für ihren unangenehmen Abgang ernteten die Protestierenden am Mittwochabend Spott und Gelächter des Publikums. Anschließend konnte das Konzert mit einer Verspätung von nur sechs Minuten beginnen.

Bislang war lediglich die Klebe-Aktion selbst als Video von der „Letzten Generation“ auf Twitter veröffentlicht worden. Die Panne wurde anscheinend seitens der Gruppierung verschwiegen.

Nach Protestaktion in Hamburg: Berliner Konzerthaus erhöht Sicherheitsmaßnahmen nicht

In ihrer Rede sagte eine Aktivistin der „Letzten Generation“: „Genau wie es nur ein Geigenkonzert von Beethoven gibt, haben wir nur diesen einen Planeten, dessen Grenzen wir so sehr missachten, dass klimabedingte Katastrophen häufiger und tödlicher werden.“ Und: „Es wird keine Elbphilharmonie mehr geben, um Beethoven zu genießen, wenn Hamburg unter Wasser steht.“

Nach der Aktion in Hamburg befassen sich auch die Berliner Philharmoniker mit der Möglichkeit von Protesten im Konzertsaal. Es sei mit dem für die Sicherheit zuständigen Dienstleister gesprochen worden, hieß es am Donnerstag (24. November) bei der Stiftung Berliner Philharmoniker.

Die Philharmonie werde sich auch weiter mit dem Thema Sicherheit und der Vorsorge vor möglichen Aktionen beschäftigen müssen. „Wir sehen allerdings keine Möglichkeiten, so etwas ohne unverhältnismäßige Kontrollen zu verhindern“, sagte eine Sprecherin der dpa.

Das Konzerthaus Berlin will seine Sicherheitsmaßnahmen nicht erhöhen. Da es sich um eine gewaltfreie, aktivistische Aktion gehandelt habe, sehe das Haus keine persönliche oder körperliche Gefahr für die Besucherinnen und Besucher.

„Wir leben inmitten der Klimakrise. Aktionen, die Missstände im Umgang mit der Krise aufzeigen, müssen und sollen in einer meinungsfreien und demokratischen Gesellschaft möglich sein“, hieß es beim Konzerthaus. (eg/dpa)

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