Abo

KI-Revolution bei DarmkrebsNeue Hoffnung für Tausende Patienten

Darmkrebs-Tumor im menschlichen Verdauungssystem

Copyright: IMAGO / YAY Images

Darmkrebs-Tumor im menschlichen Verdauungssystem.

KI-Durchbruch bei Darmkrebs: Schluss mit nutzlosen Chemos?

Ein gewaltiger Lichtblick für alle, die an fortgeschrittenem Darmkrebs leiden. Eine neuartige KI-Methode kann jetzt offenbar voraussagen, ob eine Arznei bei Betroffenen überhaupt eine Chance hat. Damit bliebe Tausenden eine qualvolle und zugleich nutzlose Therapie erspart.

Hinter dem Fortschritt stehen Forschende des Institute of Cancer Research aus London und der RCSI University of Medicine and Health Sciences in Dublin. Die Mission der Wissenschaftler ist eindeutig: Niemand soll mehr Arzneien bekommen, die im Kampf gegen die Krankheit sowieso nicht wirken. Das berichtet „the Guardian“.

Darmkrebs: Eine der tödlichsten Krebsarten

Die Fakten sind knallhart. Nur Lungenkrebs fordert mehr Todesopfer. Wird der Tumor früh entdeckt, liegt die Überlebenschance bei starken 98 Prozent. Doch im fortgeschrittenen Stadium überleben nur noch 10 Prozent die nächsten fünf Jahre. Fast 10.000 Menschen erhalten allein in Großbritannien jedes Jahr diese Schock-Diagnose, auffällig oft auch junge Erwachsene.

Im Mittelpunkt der Studie steht das Mittel Bevacizumab, welches der britische Gesundheitsdienst NHS erst im Dezember freigegeben hat. Die Arznei soll den Tumor quasi verhungern lassen, indem sie ihm lebenswichtige Proteine nimmt. Das Problem dabei: Das Medikament hilft nur wenigen Betroffenen, hat aber oft heftige Nebenwirkungen wie Blutgerinnsel und massive Verdauungsprobleme. Für die Untersuchung wurden 117 Patienten aus Europa begleitet.

KI-Tool „PhenMap“ blickt in den Tumor

An diesem Punkt kommt das neue KI-Programm PhenMap ins Spiel. Dieses Tool kann die komplizierten Erbinformationen eines Tumors direkt auswerten. So entdeckt die künstliche Intelligenz Zusammenhänge, die ein Mensch niemals sehen könnte.

Dank dieser Technik war es den Forschenden möglich, die Reaktionen unterschiedlicher Patienten auf die Arznei zu verfolgen. Sie schafften es sogar, eine Patientengruppe mit einer speziellen Genveränderung ausfindig zu machen. Diese Gruppe hatte ein besonders hohes Risiko für schlimme Nebenwirkungen. Ein gewaltiger Fortschritt.

Professor Anguraj Sadanandam vom Londoner Institute of Cancer Research bringt die Herausforderung auf den Punkt: „Sobald sich Darmkrebs auf andere Körperteile ausbreitet, gibt es für die Patienten nur sehr wenige Behandlungsmöglichkeiten.“ Er hebt hervor, dass Bevacizumab zwar positiv sei, aber die Mehrheit der Kranken nicht davon profitiere und stattdessen unnötig unter den Folgen leide. „Unsere Forschung nutzt fortschrittliche KI-Methoden, um große Mengen komplexer Daten zusammenzuführen und uns zu helfen, Muster zu erkennen, die für einen Menschen sonst unmöglich zu sehen wären“, erklärt Sadanandam. Jetzt muss das Programm mit mehr Patienten getestet werden. Außerdem wird untersucht, ob es auch gegen andere Krebsformen eingesetzt werden kann. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Vatikan - Generalaudienz Papst

Premiere für den Papst

Leo XIV. besucht erstmals das muslimisch geprägte Algerien