Schreckliche Katastrophe im Himalaja: Bei einem verheerenden Erdrutsch in einem Grenzort in Tibet werden viele Opfer befürchtet.
Schreckliche KatastropheDörfer verschwinden in Sekundenschnelle – viele Tote

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Videos zeigen das Ausmaß der Katastrophe in Tibet.
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Eine gewaltige Sturzflut in der Region Rasuwa richtet schwere Schäden in Tibet und Nepal an. Bei einem Erdrutsch sind nach chinesischen Angaben viele Menschen ums Leben gekommen, Hunderte werden vermisst. Die Polizei spricht aktuell von mindestens 17 Toten, befürchtet aber noch höhere Opferzahlen.
Ein Erdrutsch, der von der nepalesischen Seite der Grenze niedergegangen sei, habe am Grenzübergang Gyirong in der Stadt Shigatse zu „hohen Zahlen an Opfern und Vermissten“ geführt, berichtete der chinesische Staatssender CCTV am Mittwoch.
Das nepalesische Tourismusbüro hat 384 Reisende als vermisst gemeldet, darunter 291 ausländische Staatsangehörige, wie „Nepal News“ berichtet.
Das Katastrophengebiet Rasuwa liegt im Himalaja-Gebirge im Autonomen Gebiet Tibet in der Volksrepublik China. Gyirong ist ein wichtiger Grenzübergang zwischen China und Nepal.
Dörfer von Erdrutsch verschüttet
In den sozialen Medien kursierende Videos zeigen den Moment, als sich die Erde vom Berg löst und innerhalb weniger Augenblicke die darunterliegenden Dörfer verschüttet. Zudem wurden Straßen, Brücken sowie Kraftwerke beschädigt.
Der chinesische Staatschef Xi Jinping ordnete wegen des Ausmaßes der Katastrophe an, dass alle verfügbaren Kräfte und Mittel für den Rettungseinsatz eingesetzt werden sollten. Es müsse alles Erdenkliche getan werden, um die Vermissten zu suchen und zu retten, und Opferzahlen so gering wie möglich zu halten, heißt es.
Hubschrauber suchen derzeit das Gebiet ab, doch der Wasserstand ist stellenweise zu hoch für eine Landung. Die Ursache der Überschwemmung ist noch unklar, aber verheerende Überschwemmungen in der Vergangenheit wurden auf das Auslaufen eines Gletschersees zurückgeführt. Erst im August vergangenen Jahres überschwemmte eine Flutwelle ein nordindisches Bergdorf im Himalaja und forderte mehrere Todesopfer.
Lawine soll Überschwemmungen verursacht haben
Laut einem Experten des International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) in Kathmandu wurde die Sturzflut höchstwahrscheinlich durch eine Gletscherlawine verursacht, wie CNN berichtet. „Die Überschwemmung wurde durch eine Eis- und Felslawine von einem Gletscher auf der nepalesischen Seite ausgelöst, die den Fluss blockierte und flussabwärts eine plötzliche Flutwelle auslöste“, erklärte Saswata Sanyal, ein Spezialist für Katastrophenvorsorge bei der Klimaforschungsgruppe, gegenüber der Associated Press. Der Bhotekoshi fließt von China nach Nepal, oft durch tiefe Schluchten, und mündet schließlich in Indien in den Ganges.
Die Himalaja-Region, die auch als „Dach der Welt“ bekannt ist, ist besonders anfällig für derlei Sturzfluten und Erdrutsche. Experten sind sich einig, dass solche extremen Wetterereignisse mit der vom Menschen verursachten Klimakrise zusammenhängen. (mg)
