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Buckelwal-Drama„Timmy“ in Wismarer Bucht gesichtet – er sitzt erneut fest

Aktualisiert:

Tausende nehmen seit Tagen Anteil am Schicksal von Wal „Timmy“ vor der Ostseeküste. Jetzt gibt es Grund für ein zaghaftes Aufatmen.

Kann sich „Timmy“ aus eigener Kraft befreien? Die Hoffnung war riesig, denn der Buckwal vor der Ostseeküste ist am Montagabend wieder losgeschwommen! Das Tier tauchte ab und war nicht mehr zu sehen.

Am Dienstagvormittag wurde der Wal dann wieder in der Wismarer Bucht gesehen. Er schwimme frei, hieß es – am Nachmittag dann der Rückschlag: Der Buckelwal sitzt erneut in einer Bucht fest. Das teilten Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) und die Umweltschutzorganisation Greenpeace bei einer Pressekonferenz mit. Er habe sich leider nicht an die Route gehalten, sagte Backhaus.

Buckelwal „Timmy“ schwamm erst in die falsche Richtung

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte am Montagabend noch erklärt, der Wal sei zuerst in die falsche Richtung - also gen Hafen - geschwommen. Später aber war das Tier schließlich seewärts unterwegs. Alles sah nach einem „Happy End“ aus.

„Der Wal kämpft - aber er ist angeschlagen“, so Backhaus noch am Monatg. Jetzt müsse er sich selber helfen. Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, sagte: „Wir haben uns mit internationalen Experten ausgetauscht, die uns geraten haben, den Wal mit Lärm zu aktivieren. Dafür haben wir die richtige Situation abgewartet.“

Sandra Schöttner von der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die Aktion als „guten ersten Schritt auf dem Weg“, auch wenn der Weg des Wals noch weit sei.

Der Buckelwal hatte seit dem Wochenende in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser gelegen. 

Ein Schlauchboot mit mehreren Personen nähert sich dem Buckelwal.

Copyright: Stefan Sauer/dpa

Am Montagnachmittag (30. März 2026) lag der Buckelwal noch immer in der Wismarer Bucht. Jetzt ist er losgeschwommen.

Am Montagnachmittag hatten Wissenschaftler, Umweltschützer und Umweltminister Backhaus bereits versucht, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Der Wal habe auf die Annäherung des Boots reagiert, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auch habe das Tier agiler als zuvor gewirkt.

Nach der Aktion am Nachmittag hatte unter anderem das Ministerium mitgeteilt: „Da wir in den nächsten Stunden mit weiter steigendem Wasserstand rechnen können, verbessert sich die Möglichkeit für den Wal, aus eigenem Antrieb seine Liegeposition zu verlassen.“

Seit Anfang März an Ostseeküste

Der Buckelwal war zunächst in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand gestrandet. In der Nacht zum Freitag gelang es dem Tier, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er dann vor Wismar in flachem Wasser gesichtet.

Nach Angaben des Umweltministeriums war der Wal seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs. Laut der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hatte sich das Tier in einem Stellnetz verfangen. (dpa)

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