Irre Klage: Familie muss Mond-Schatz zurückgeben.
Irre Posse um MondstaubFamilie wollte Material für Millionen Euro wohl verkaufen

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Der Mond ist als Sichel im Nachthimmel über Tschechien zu sehen. (Symbolbild)
Irre Klage um Mond-Schatz Familie muss Staub aus dem All nach Jahrzehnten rausrücken. Ein Schatz aus dem Weltall, jahrzehntelang privat gehütet. Doch der Traum vom großen Geld endete vor Gericht. Jetzt gibt es ein knallhartes Urteil gegen eine tschechische Familie.
Was für eine bittere Pille für die Angehörigen einer Forscherin in Tschechien! Sie müssen wertvolles Material vom Mond an die Prager Akademie der Wissenschaften aushändigen. Dieses hatten sie über Jahrzehnte bei sich zu Hause gelagert.
Die ganze Sache kam ans Licht, als eine Ausfuhrgenehmigung für die Proben beantragt wurde. Der Verdacht: Der Staub sollte wohl an Sammler im Ausland verkauft werden. Daraufhin zog die Akademie vor Gericht, um die Rückgabe zu fordern – und der Oberste Gerichtshof gab ihr nun recht.
Staub vom Mond aus Sowjet-Mission
Das Material stammt von Sonden der sowjetischen Luna-Mission und wurde während der 1970er-Jahre eingesammelt. Laut Gerichtsentscheidung geht es um circa ein Gramm Fragmente von Mondgestein und zusätzlich ein Gramm Staub vom Mond. Der kosmische Schatz wird in 16 Ampullen sowie Probenbehältern gelagert.
Die Tochter der Forscherin brachte vor, dass bei der Akademie über 30 Jahre lang niemand die Proben vermisst habe. Ein Detail, das einen wirklich stutzig macht!
Gerichtsurteil: „In keinem Fall in ihren Besitz“
Doch die Richter ließ das kalt. Sie stellten klar: Die Wissenschaftlerin hatte das Mondmaterial damals während einer Forschungsreise in die Sowjetunion bekommen – allerdings als offizielle Vertreterin der Akademie und nicht als Privatperson.
Um das zu klären, wurden Zeugen vernommen und alte Unterlagen wie damalige Reiseberichte geprüft. Dem Gericht zufolge hätte der Forscherin aufgrund ihrer Position bewusst sein müssen, dass die Proben „in keinem Fall in ihren Besitz“ gelangt seien.
Material vom Mond, das zur Erde transportiert wurde, ist so gut wie immer Eigentum des Staates. Wie unglaublich wertvoll so etwas ist, zeigt ein Fall von vor fast neun Jahren: In New York wurde eine Tasche mit Resten von Mondstaub für sage und schreibe 1,6 Millionen Euro versteigert. Mit diesem Beutel hatte der 2012 verstorbene Astronaut Neil Armstrong im Jahr 1969 Proben von Mondgestein mitgebracht. (dpa/red)
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