Wegen Propaganda: Regisseur Panahi muss in den Knast.
Urteil gegen Panahi fixDer preisgekrönte Regisseur muss für ein Jahr ins Gefängnis

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Panahi war wegen «Propaganda gegen das System» und der Unterstützung der Proteste – insbesondere der Frauenbewegung 2022 – verurteilt worden. (Archivbild)
Iran-Justiz knallhart: Star-Regisseur Panahi muss hinter Gitter. Harte Entscheidung im Iran: Für den gefeierten Regisseur Jafar Panahi ist das Urteil jetzt final. Ein Jahr Haft! Sein Rechtsbeistand, Mostafa Nili, bestätigte, dass das Revolutionsgericht in Teheran den Widerspruch des Filmemachers abgeschmettert hat.
Und das ist noch nicht alles. Oben drauf kommen weitere harte Auflagen für Panahi. Sein Anwalt erklärte, dass ihm für zwei Jahre die Ausreise verwehrt wird. Außerdem darf er sich in keiner politischen oder sozialen Gruppe engagieren. Ein heftiger Dämpfer für den kritischen Geist.
Film-Triumph wird zur Falle
Der Grund für das harte Urteil: Panahi wurde wegen „Propaganda gegen das System“ schuldig gesprochen. Seine offene Solidarität mit den Protesten im Iran, allen voran mit der Frauenbewegung 2022, wurde ihm zum Verhängnis. Die iranischen Behörden sehen in seiner Kunst eine Bedrohung.
Und jetzt kommt der Hammer: Als Hauptbeweis für die angebliche Propaganda dient ausgerechnet sein heimlich produzierter Film „Ein einfacher Unfall“. Kaum zu glauben: Genau jenes Meisterwerk, das 2025 die Goldene Palme in Cannes abräumte und für die Golden Globes und die Oscars im Rennen war, bringt ihn jetzt ins Gefängnis.
Mutige Rückkehr in den Iran
Was die ganze Sache noch dramatischer macht: Der Filmemacher war trotz des Krieges völlig unerwartet in den Iran heimgekehrt. Er wollte sich dem Urteil stellen und es juristisch anfechten. Ein mutiger Schritt, der nun vorerst gescheitert ist.
Panahi ist schon lange als einer der lautesten Kritiker des islamischen Regimes bekannt. Das brachte ihm bereits mehrere Verhaftungen ein. Sowohl seine Arbeit als auch seine Freiheit, zu reisen, werden seit geraumer Zeit massiv behindert. (dpa/red)
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