Monatelang schlugen sie in Brandenburg zu, stahlen mehr als 200 Tiere direkt von der Weide. Jetzt ist Schluss: Ihre kriminelle Tour endete an einem Autobahn-Rasthof.
Hunderte Rinder geklautPolizei schnappt Vieh-Mafia an der Autobahn

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Rinder auf einer Weide.
Ein großer Erfolg gegen organisierten Viehdiebstahl! Nachdem in Brandenburg über 200 Rinder verschwanden, hat die Polizei nun zwei Verdächtige dingfest gemacht. Für die beiden Männer im Alter von 46 und 41 Jahren klickten vor wenigen Tagen die Handschellen – einer wurde in Polen geschnappt, der andere direkt an der Autobahnraststätte Berstetal an der A13.
Gegen die beiden polnischen Staatsangehörigen läuft ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wegen schweren Bandendiebstahls. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen März und Mai die Tiere in Transporter verfrachtet und über die Grenze gebracht zu haben. In Polen, so der Verdacht, wurden die Rinder dann umdeklariert und neu registriert, um die Spuren zu verwischen. Beide Verdächtige befinden sich jetzt in U-Haft. Das berichtet „DER SPIEGEL“.
Ermittlungsgruppe „Weide“ jagte die Täter
Die Brandenburger Polizei hatte wegen der dreisten Diebstahlserie eigens die Sonderkommission „Weide“ gegründet. Der finanzielle Verlust ist gewaltig: Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach von insgesamt 244 entwendeten Tieren. Den kompletten Schaden schätzte das Ministerium im Sommer auf eine Summe von circa 335.000 Euro.
Der Zugriff war nur durch die enge Kooperation mit polnischen Behörden möglich. Vergangene Woche filzten Ermittler des LKA zusammen mit polnischen Kräften mehrere Grundstücke in der Woiwodschaft Lebus. Dabei wurden nicht nur etliche Beweismittel beschlagnahmt, sondern auch einige der gestohlenen Tiere entdeckt. Zur zweifelsfreien Identifizierung der Rinder nahmen Veterinäre aus beiden Ländern Haarproben für einen DNA-Vergleich mit deutschen Registern.
Polizeipräsident Oliver Stepien hob den Erfolg der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hervor: „Viehdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt, sondern bedeutet mitunter einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für die Geschädigten.“ Der Ermittlungserfolg demonstriere, „wie wichtig eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist.“ (red)
