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„Green Boots“Leiche am Mount Everest nach 30 Jahren identifiziert

Bergsteiger am 20. Mai 2026 auf dem Weg zum Gipfel des Mount Everest

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Bergsteiger am 20. Mai 2026 auf dem Weg zum Gipfel des Mount Everest

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Der Tote am Mount Everest hat in den vergangenen Jahrzehnten Bekanntheit erlangt. Nun ist klar, wer „Green Boots“ ist.

Der höchste Berg der Welt zieht die Menschen magisch an, aber er bringt vielen auch den Tod. Jedes Jahr verunglücken mehrere Menschen am Mount Everest. Seit der Aufstieg zunehmend kommerzialisiert und die Infrastruktur verbessert wurde, gibt es in vielen Jahren geradezu einen Run auf den Himalaya-Riesen. Allein im Frühjahr 2026 bestiegen mehr als 1.000 Menschen den Everest. Es starben allerdings auch zwei Bergsteiger, ein Inder und ein Philippiner.

Die Bergung von Leichen in dieser extremen Höhe ist allerdings schwierig, daher bleiben viele der Toten dort liegen und werden im Eis quasi konserviert. Es wird geschätzt, dass sich ungefähr 200 Leichen am Mount Everest befinden. Einige von ihnen haben auch unter Bergsteigern einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht, weil sie direkt an den Hauptrouten liegen. Nicht alle von ihnen sind sicher identifiziert. 

„Green Boots“ ist Dorje Morup

Die Identität eines bekannten Toten mit dem Spitznamen „Green Boots“ ist nun aber sicher nachgewiesen worden: Es handelt sich um Dorje Morup, einen indischen Bergsteiger, der im Mai 1996 tödlich verunglückte. Ein DNA-Test in Indien, dessen Ergebnis kürzlich veröffentlicht wurde, brachte diese Erkenntnis. Aufgrund der markanten grünen Stiefel hatte die Leiche ihren Namen bekommen.  

Bisher war man davon ausgegangen, dass es sich um Tsewang Paljor handelt, der mit derselben Expedition von Mitgliedern des Indo-Tibetischen Grenzschutzes unterwegs war. 30 Jahre später stellt sich dies aber als Irrtum heraus. Die Gruppe war in der „Todeszone“ am Everest in einen Schneesturm geraten, die beiden Inder starben kurz unterhalb des Gipfels. Insgesamt kamen acht Menschen ums Leben.

Die Leiche soll nun Medienberichten zufolge geborgen und in die Heimat überführt werden. Dieses Unterfangen ist gefährlich und wird wohl mehrere Bergsteiger beschäftigen. Indien hat einen komplizierten Plan dazu ausgearbeitet, wie der „Guardian“ berichtet.

„Green Boots“ wurde zur makabren Wegmarke am Everest

Viele der Everest-Toten liegen in Gletscherspalten oder sind unter Schnee verborgen, „Green Boots“ befand sich jedoch an einem gut einsehbaren Ort. Er wurde sogar zu einem Orientierungspunkt für Bergsteiger, die die knifflige Route über den Nordostgrat in Angriff nahmen, die von der tibetischen und chinesischen Seite aus zugänglich ist. Die Leiche liegt zusammengekauert in einer kleinen Felsnische und wirkt zunächst so, als habe sich der Mann zum Schlafen niedergelegt.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Gerüchte, „Green Boots“ sei umgelagert oder begraben worden. Laut „Guardian“ bestätigten sich diese allerdings nicht. (cme)

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