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Gefahr auf Nordsee-Insel?Warnung an einige Urlauberinnen: „Wissen gar nicht, in welche Risikosituation sie sich bringen“

Eine Treppe zum Strand auf der Nordseeinsel Föhr.

Eine Treppe zum Strand auf der Nordsee-Insel Föhr. Urlaub auf der Insel ist einer bestimmten Personengruppe derzeit wohl nicht zu empfehlen.

Die nordfriesische Insel Föhr ist ein beliebtes Urlaubsziel für Familien. Doch vor allem einige Urlauberinnen werden jetzt vor einem Besuch der Nordsee-Insel gewarnt.

von Eva Gneisinger (eg)

Die nordfriesische Insel Föhr, liebevoll friesische Karibik genannt, ist bei Urlauberinnen und Urlaubern wegen ihrer weißen Sandstrände, der wunderschönen grünen Natur und dem milden Seeklima besonders beliebt.

Jährlich kann sich die zweitgrößte Nordseeinsel Deutschlands über zahlreiche Touristinnen und Touristen freuen, denen es auf der Insel, trotz fehlender direkter Landverbindung (fast) an nichts fehlt. Eine Hebamme schlägt jedoch jetzt Alarm: Schwangere sollten von einem Urlaub auf der Insel absehen.

Hebamme warnt Schwangere vor Urlaub auf Föhr

Kirsten Rickmers (57) ist Hebamme und auf der Insel zu Hause. Die 57-Jährige macht sich Sorgen um die Versorgung von Schwangeren auf Föhr – und das aus einem berechtigen Grund: Seit dem 1. Januar 2023 ist kein Gynäkologe mehr in der Notfallversorgung auf der Insel tätig.

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Da Föhr keine direkte Landverbindung hat, müssen Schwangere im Notfall per Hubschrauber oder Seenotrettungskreuzer auf das Festland gebracht werden. Dieser Fall ist in der Vergangenheit bereits mehrfach eingetreten.

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Im Interview mit „Bild“ schildert Rickmers die Notlage: „Viele Schwangere, die hier auf die Insel kommen, wissen gar nicht, in welche Risikosituation sie sich bringen.“

Hier der Facebook-Beitrag von Kirsten Rickmers im Wortlaut:

„Ich wurde nun schon öfters angesprochen, ob ich meine Tätigkeit als Hebamme aufgebe! Nein, das möchte und will ich auf keinen Fall, aber ich kämpfe weiterhin darum, dass es sowohl für uns Hebammen als auch für die Schwangeren der Insel bessere Bedingungen geschaffen werden! Am Wochenende habe ich wieder Touristinnen versorgt, die nicht wussten, das es keinerlei Geburtshilfe und gynäkologische Notfall-Versorgung auf Föhr gibt!! An alle Vermieter: Bitte informiert eure Gäste darüber, den Urlaub nicht anzutreten, wenn eine Schwangerschaft besteht! Den Satz … zu Hause war alles okay!… höre ich dann als erstes! Aber die Frauen unterschätzen das Reizklima, machen lange Fahrradtouren und schonen sich hier nicht! Man will ja was erleben!! In diesem Sinne bin ich trotz allem jederzeit zu erreichen! Eure Kirsten“

Für Hebamme Rickmers ist das ein untragbarer Zustand. Auf Facebook appelliert sie deshalb an alle Vermieterinnen und Vermieter auf Föhr: „Bitte informiert eure Gäste darüber, den Urlaub nicht anzutreten, wenn eine Schwangerschaft besteht!“

Dem Tourismus auf der Insel möchte Rickmers mit ihrem Aufruf nicht schaden, doch die Versorgung von Mutter und Kind steht für sie an erster Stelle: „Wir brauchen hier eine verlässliche Versorgung. Denn ich möchte nicht, dass erst ein Baby stirbt, bevor sich etwas ändert.“