Die Sorge vor einer Gaskrise wächst weiter. Nun hat die erste Großstadt für den Fall eines Mangels drastische Schritte in Erwägung gezogen.
Sorge vor Gaskrise wächstBei Mangel: Erste Großstadt erwägt Begrenzung von Warmwasser

Copyright: picture alliance / Oliver Berg/dpa
Wasser perlt am 29.04.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) in einem Badezimmer aus einer Dusche.
Aktualisiert:
Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) schließt für den Fall eines Gas-Notstandes in der Hansestadt eine Begrenzung des Warmwassers für private Haushalte nicht aus.
„In einer akuten Gasmangellage könnte warmes Wasser in einem Notfall nur zu bestimmten Tageszeiten zur Verfügung gestellt werden“, sagte Kerstan der „Welt am Sonntag“. Auch eine generelle Absenkung der maximalen Raumtemperatur im Fernwärmenetz käme in Betracht.
Gas: Hamburg erwägt Begrenzung von Warmwasser
Es werde in Hamburg schon aus technischen Gründen nicht überall möglich sein, im Fall einer Verknappung von Gas zwischen gewerblichen und privaten Kunden zu unterscheiden, sagte er der Zeitung.
Kerstan erklärte, ein mögliches provisorisches LNG-Terminal im Hamburger Hafen könne frühestens im kommenden Mai betriebsbereit sein. „Wir werden im Laufe des Juli wissen, ob und an welchem Standort ein provisorisches LNG-Terminal in Hamburg machbar ist.“
Das Gas könnte dort voraussichtlich ab Mai 2023 umgeschlagen werden. Die vollständigen Ergebnisse der Standort-Überprüfungen würden im Oktober vorliegen, sagte Kerstan. (dpa)
