Ein Fund auf der Schiene, auf der am Freitagabend in Nordwestfrankreich ein Zug entgleiste, sorgt für einen schlimmen Verdacht.
44 Verletzte in FrankreichRegionalzug entgleist – schlimmer Verdacht

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In Cléon entgleiste am Freitagabend (11. September 2026) ein Regionalzug. Nun äußern Ermittler einen schlimmen Verdacht.
Nach dem Entgleisen eines Regionalzugs in Nordwestfrankreich mit 44 Verletzten gehen die Ermittler von möglicher Sabotage aus. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, erklärte der Staatsanwalt der Stadt Rouen, Sébastien Gallois, am Samstag. Die Gründe dafür müssten im Rahmen einer Untersuchung geklärt werden. Derweil schwebt eine 18-jährige Verletzte nicht mehr in Lebensgefahr.
Der TER-Regionalzug mit 186 Passagieren war am Freitagabend in der Normandie zwischen den Städten Rouen und Caen unterwegs gewesen, als er nahe Cléon entgleiste. Einsatzkräfte rückten mit Dutzenden Fahrzeugen an. Die Feuerwehr war mit 130 Einsatzkräften vor Ort.
Fahrgast schildert Entgleisen des Zugs
Der 24-jährige Fahrgast Louis beschrieb im Radiosender Ici Normandie, er habe kurz vor dem Entgleisen des Zugs ein Ruckeln gespürt, das immer stärker geworden sei. Dann habe er sich nicht auf seinem Sitz halten können. „Die Fenster sind teilweise zerborsten, die Steine vom Gleisbett flogen in den Waggon. Es war wirklich schockierend“, sagte er.
Unter den 44 Verletzten befand sich eine 18-Jährige, deren Zustand die Behörden zunächst als „kritisch“ bezeichneten. Am Samstag gab Staatsanwalt Gallois Entwarnung und erklärte, das Leben der jungen Frau sei nicht mehr in Gefahr. Die nicht verletzten Fahrgäste wurden laut Behörden zunächst in einen Raum gebracht, den die Stadtverwaltung von Cléon zur Verfügung stellten. Laut Bürgermeisterin Mélanie Delacour befanden sich die Betroffenen „in einem Zustand des Schocks“.
Fund auf Schiene sorgt für schlimmen Verdacht
Die „Haupthypothese“ für die Ursache des Entgleisens sei ein Schienenteil, das auf einer Schiene des Gleises gefunden worden sei, erklärte Staatsanwalt Gallois. Warum es sich dort befunden habe, sei nun Gegenstand der Ermittlungen. Der Lokführer wurde auf Drogen- und Alkoholkonsum überprüft, die Tests fielen negativ aus.
Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah am Samstag zahlreiche Bahnarbeiter an der Unglücksstelle. Der Zug solle erst von den Gleisen gehoben werden, sobald die Behörden grünes Licht geben, teilte ein Sprecher des Bahnbetreibers SNCF mit Verweis auf die Ermittlungen mit.
Der Zugverkehr in der Region lief am Samstag laut SNCF Réseau wieder an, nachdem es in der Region laut Bahn zu größeren Störungen gekommen war. Auf der Strecke zwischen Rouen und Caen wurde in beiden Richtungen ein Busersatzverkehr eingerichtet. (afp)
