Hüllenlos im Urlaub: FKK ist wieder voll im Trend.
Der neue Nackt-BoomImmer mehr junge Leute entdecken die Freikörperkultur für sich.

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Auf Nackt-Wanderwegen können die Menschen nackig oder mit Klamotten spazieren gehen. (Archivbild)
„Am ersten Abend sind sie vielleicht noch ein bisschen gehemmt, am zweiten sitzen sie dann plötzlich ohne Badebekleidung an der Badestelle und am dritten haben sie sich überlegt, dass sie noch länger bleiben wollen.“ So eine Verwandlung erlebt Fabian Heuel ständig. Er ist der Chef eines FKK-Campingplatzes am Rätzsee, der in Mecklenburg-Vorpommern liegt.
Gemeinsam mit seinem Kompagnon Martin Löser leitet er den Platz und ist begeistert von dem Zuspruch junger Besucher. In den letzten zehn Jahren sind die Buchungen durch die Decke gegangen – verdreifacht! Das hat sicher auch mit dem generellen Hype ums Campen zu tun.
Nackt im Trend: FKK-Vereine freuen sich über neue Mitglieder
Die als FKK bekannte Freikörperkultur, bei der gemeinsames Nacktsein und Naturverbundenheit im Mittelpunkt stehen, erlebt in Deutschland ein kleines Revival. Das bestätigt Manuela Fernandez, Vizepräsidentin des Deutschen Verbands für Freikörperkultur (DFK). Derzeit sind ungefähr 35.000 Personen in einem FKK-Club registriert. Nachdem die Mitgliederzahl von beinahe 40.000 im Jahr 2010 auf nur noch gut 32.000 in 2018 fiel, wächst die Gemeinschaft wieder.
Allerdings haben viele der 120 Vereine ein angestaubtes Image und massive Sorgen um den Nachwuchs. Oft ist die Hälfte der Leute dort älter als 60 Jahre. Aber es tut sich was: In den letzten Jahren kommen verstärkt auch jüngere Leute ab 30 hinzu.
„Denen ist wirklich wurscht, wie sie aussehen“
„Wenn man einmal nackt am Strand war, dann ist das ein Freiheitsgefühl, das habe ich mir vorher gar nicht vorstellen können“, beschreibt Fernandez die Faszination. Die Stimmung sei total entspannt und von Achtung geprägt.
Der wohl größte Aha-Moment für Neulinge: „Denen ist wirklich wurscht, wie sie aussehen.“ Es geht nicht darum, den perfekten Körper zu zeigen, sondern um ein Gefühl von Freiheit und gegenseitiger Annahme.
Laut Fernandez sind die meisten Naturisten sportbegeistert, wobei Wanderungen gerade besonders beliebt sind. Das gilt auch für den Nackt-Wanderweg beim Rätzsee, welcher als erster seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern im Vorjahr seine Pforten öffnete. Die Rückmeldungen sind „ziemlich gut“, meint Betreiber Löser. Zwar sind die meisten dort ohne Kleidung unterwegs, aber es ist natürlich auch erlaubt, angezogen mitzulaufen.
Nach Auskunft des Vereins Get Naked Deutschland zelebrieren Fans der Freikörperkultur traditionell am ersten Sonntag im Juni den Welt-Naturisten-Tag. Auch auf dem Campingplatz beim Rätzsee ist für das Wochenende (6./7. Juni) etwas vorgesehen – am besten natürlich hüllenlos. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
