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Exekution überlebtSatanistin wacht auf – und ist ans Klinikbett gefesselt

Die Hinrichtungsstätte in der neuen Hinrichtungskammer im Louisiana State Penitentiary.

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Die Hinrichtungsstätte in der neuen Hinrichtungskammer im Louisiana State Penitentiary. (Symbolbild)

Eine Todeskandidatin überlebt ihre eigene Hinrichtung in den USA. Im Krankenhaus wacht sie wieder auf – ans Bett gefesselt.

Ein unfassbarer Vorfall aus den USA: Eine verurteilte Mörderin übersteht ihre eigene Hinrichtung. Doch statt Freiheit erwartet sie eine Kette am Bett.

Ein schockierender Vorfall im US-Bundesstaat Tennessee: Die verurteilte Mörderin Christa Pike (50) hat ihre Exekution überstanden. Laut ihren Rechtsbeiständen ist sie inzwischen wieder bei Sinnen, kann reden und wird auf der Intensivstation medizinisch betreut.

Das Unfassbare: Trotz schwerwiegender Verletzungen an ihren Armen bleibt Pike gefesselt und ist an das Bett im Krankenhaus gekettet. Ihre Verteidiger teilten am Montag mit: „Gegen alle Widerstände ist Christa Pike bei Bewusstsein, spricht und erhält eine lebenswichtige medizinische Versorgung. Ihre Genesung ist medizinisch beispiellos. Die Prognose bleibt unklar, wir rechnen jedoch mindestens mit einer langen Erholungsphase“.

Dieses vom Strafvollzugsamt von Tennessee zur Verfügung gestellte Foto zeigt Christa Pike am 12. Januar 2023.

Copyright: Uncredited/Tennessee Department

Christa Pike überlebte eine Exekution in den USA.

Gift-Spritze ohne Wirkung: Zeugen hörten Schnarchgeräusche

Am vergangenen Mittwoch war der Versuch, die 50-Jährige hinzurichten, auf dramatische Weise fehlgeschlagen. Zwei Injektionen des normalerweise letalen Mittels Pentobarbital zeigten nicht den gewünschten Effekt.

Beobachter berichteten stattdessen, dass die als Satanistin bekannte Frau nach den Spritzen schnarchte und weiter atmete. Sie wurde sofort in eine Klinik gebracht, wo sie zeitweise das Bewusstsein verlor und künstlich beatmet werden musste.

Brutaler Mord an Mitschülerin führte zur Todesstrafe

Christa Pike erhielt 1996 das Todesurteil für den besonders brutalen Mord an ihrer 19-jährigen Mitschülerin Colleen Slemmer aus dem Jahr 1995. Zum Zeitpunkt der Tat war Pike erst 18 Jahre alt. Ihre Hinrichtung wäre die erste einer Frau in Tennessee seit mehr als 200 Jahren gewesen. Ein Gnadengesuch hatte Gouverneur Bill Lee im Vorfeld abgelehnt.

Die misslungene Exekution hat bereits erste Konsequenzen nach sich gezogen. Der Chef der Justizvollzugsbehörde von Tennessee trat von seinem Amt zurück. Gouverneur Lee setzte überdies alle weiteren Hinrichtungen bis zum Jahresende aus und ordnete eine unabhängige Prüfung an. Es handelt sich bereits um den zweiten gescheiterten Hinrichtungsversuch in diesem Bundesstaat innerhalb weniger Monate.

Der Fall entfacht die Debatte um die Todesstrafe und die Zuverlässigkeit von Giftinjektionen erneut. Die Anwälte von Pike kämpfen weiterhin für die Umwandlung des Urteils in eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung. (red)