Abo

Epsteins Russen-KomplizinSie lieferte ihm junge Frauen – und ruinierte alles

Ghislaine Maxwell im Auto

Ghislaine Maxwell im Auto

Gefangen im Spinnennetz des Sex-Verbrechers Epstein: das Schicksal einer jungen Russin.

Eine junge Frau aus Russland, voller Ehrgeiz und großer Pläne: Als Jugendliche nahm sie an den Olympischen Winterspielen teil, doch ihr eigentliches Ziel war eine Top-Ausbildung an Elite-Unis und ein kometenhafter Aufstieg in der Bankenwelt. Ihr Leben nahm aber eine finstere Wende, als sie auf den Sexualverbrecher Jeffrey Epstein traf. Kürzlich veröffentlichte Dokumente legen offen, wie die Frau, die das Pseudonym Alina Selnowa trägt, in Epsteins heimtückischem Apparat sowohl zur Helferin als auch zur Leidtragenden wurde.

Dass Epstein ein verurteilter Krimineller war, war Selnowa bekannt – trotzdem ließ sie sich mit ihm ein. In einer krassen Mail, die sie nach einer Google-Suche verfasste, schrieb sie: „Na ja – vielleicht sind junge Mädchen deine Leidenschaft, so wie Snowboarden meine ist.“ Mit der Zeit wurde sie zu seiner Gehilfin, die ihm Daten, Fotos und Clips anderer junger Frauen lieferte. Als Epstein sich 2017 über eine 28-jährige Kandidatin beschwerte, weil sie ihm zu alt war, knickte Selnowa ein: „Aber okay, niemand mehr über 24!“ Sie selbst bezeichnete sich in einer Nachricht als seine „Ghislaine Maxwell aus Paris“. Das berichtet „FOCUS online“.

Die Unterlagen offenbaren jedoch auch die Schattenseite: Selnowas völlige Hörigkeit. Ihre berufliche Zukunft hing an Epsteins Beziehungen. Er beglich ihre Studiengebühren von 1000 Dollar und war bei der Jobsuche behilflich. Für eine Anstellung in Zürich bei der Credit Suisse bat sie ihn, einen Investor mit drei Millionen zu organisieren, um den Job sicher zu haben. Das funktionierte zwar nicht, aber sie fand später in Zürich eine Anstellung bei der LGT-Bank. Von dort machte sie einfach weiter und vermittelte von ihrer Arbeits-Mail-Adresse aus Frauen.

Epstein setzte sie gewaltig unter Druck. Er kritisierte ihr Verhalten als angeblich „billiges, vulgäres“ und drohte, die Verbindung zu kappen – für die abhängige Selnowa eine absolute Horrorvorstellung. Erst kurz vor der erneuten Festnahme Epsteins im Jahr 2019 schien sie die Folgen ihres Tuns zu begreifen. Sie gestand ihm in einer Nachricht, sie habe „in Zürich, bei der UBS und in anderen Schweizer Kreisen den schlimmsten Ruf“ aufgrund ihres „Nebenjobs als Recruiterin für einen Geschäftsmann aus New York“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Blaulicht am Polizeiauto

Grausiger Fund in Berlin

Frau tot auf Parkbank – Polizei nimmt Verdächtigen fest