Manipulierte Aufnahmen überschwemmen das Internet. So schützen Sie sich vor den Fakes!
Epstein-SkandalSo entlarven Sie die dreisten KI-Lügen im Netz

Copyright: IMAGO / Capital Pictures
Ghislaine Maxwell in einem Auto.
Seit der Freigabe der Epstein-Dokumente herrscht im Internet helle Aufregung. Massenhaft Fotos und Clips erscheinen auf Social-Media-Plattformen und stiften große Unsicherheit. Hält sich Jeffrey Epstein etwa noch in Israel auf? Bewegt sich seine Komplizin Ghislaine Maxwell unbehelligt durch Kanada? Solche Gerüchte finden rasant Verbreitung, aber meistens handelt es sich um plumpe Manipulationen mittels Künstlicher Intelligenz.
Ein Clip, der Maxwell vermeintlich in Québec abbildet, dient als perfektes Beispiel. Spezialisten haben den Clip in Standbilder aufgeteilt und dabei offensichtliche Mängel gefunden. In manchen Frames wirkt das Gesicht völlig deformiert, in anderen erscheint das Gebiss seltsam. Ein besonders ins Auge stechender Punkt: Das Gesicht ist extrem scharf, aber die Umgebung ist total verschwommen. Die Form der Nase ändert sich sogar zwischen den Einzelbildern – ein eindeutiges Indiz für „Face-Swap“, eine Technik, bei der Gesichter digital ersetzt werden. Das berichtet „DER SPIEGEL“.
So decken Sie die miesen Tricks auf
Wie kann man sich gegen solche Deepfakes wehren? Entscheidend ist, stets die Herkunft zu überprüfen. Von wem wurde der Clip oder das Bild ursprünglich veröffentlicht? Oft kann der Ursprung durch eine simple Google-Bildrückwärtssuche nachverfolgt werden. Beim Maxwell-Clip führte die Recherche zu einem Instagram-Profil, das für seine aufsehenerregenden Fälschungen berüchtigt ist und die Manipulation sogar einräumte. Überlegen Sie außerdem: Wäre eine plötzliche Freilassung von Maxwell nicht eine globale Schlagzeile? Würde es dann nicht unzählige weitere Bilder von ihr geben?
Ein vermeintliches Foto von Jeffrey Epstein in Israel ist ebenfalls voller Widersprüche. Schaut man genauer hin, springen die Fehler direkt ins Auge. Ein Hinweisschild ist nicht durchgehend in drei Sprachen gehalten, die hebräischen Begriffe darauf sind sinnlos und die erwähnten Ortschaften gibt es nicht. Zudem ist rechts unten das Wasserzeichen der „Gemini“-KI erkennbar. Sogar eine Verkehrsampel auf der Aufnahme ist fehlerhaft: Das Grünlicht ist oben platziert, wo es eigentlich unten hingehört.
Die Schwemme an KI-Manipulationen macht deutlich, wie entscheidend es ist, aufmerksam zu sein. Hinterfragen Sie stets kritisch, wer eine Meldung in Umlauf bringt und ob die Inhalte glaubwürdig erscheinen. Im Zweifelsfall lautet die Devise: Nicht weiterverbreiten, um die Flut von Falschinformationen einzudämmen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

