Eltern von High-School-Killer verurteilt:Jetzt müssen sie selbst in den Knast!

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Ein 14-Jähriger tötete an einer Schule in Georgia 2024 mehrere Menschen. Nun ist sein Vater wegen Mordes verurteilt worden. (Archivbild)
Ein Gericht im US-Bundesstaat Michigan hat die Erziehungsberechtigten eines jugendlichen Amokläufers zu Gefängnisstrafen von jeweils 10 bis 15 Jahren verurteilt. Wie die dpa berichtet, hatte ihr Sohn im November 2021 an der Oxford High School vier Mitschüler getötet.
Jennifer und James Crumbley wurden im April 2024 der fahrlässigen Tötung in vier Anklagepunkten für schuldig befunden. Dies ist ein historischer Moment in der US-Justizgeschichte: Erstmals werden Eltern für eine von ihrem Kind begangene tödliche Schießerei direkt strafrechtlich belangt und für ein Tötungsdelikt verurteilt.
Anklage: Warnsignale und Waffenkauf
Die Staatsanwaltschaft warf den Eltern schwerwiegende Nachlässigkeit vor. Sie hatten ihrem damals 15-jährigen Sohn die Pistole nur wenige Tage vor der Bluttat gekauft und es anschließend versäumt, die Waffe sicher zu lagern. Zudem sollen sie klare Alarmsignale bezüglich der sich zuspitzenden psychischen Verfassung und der Gewaltabsichten ihres Sohnes missachtet haben. Am Morgen der Tat wurden sie in die Schule gerufen, weil auf einer Zeichnung ihres Sohnes beunruhigende Bilder und Sätze entdeckt wurden, doch sie lehnten es ab, ihn mitzunehmen.
Der Richter stellte bei der Verkündung des Urteils klar, dass die Verurteilungen nicht wegen schlechter Erziehung erfolgten. Es gehe vielmehr um die konkreten Handlungen und Unterlassungen der Eltern, welche den Zugang zur Waffe ermöglicht und die drohende Gefahr ignoriert hatten.
Ihr Sohn, der Schütze, erhielt bereits eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit einer Bewährung. Dieser Fall hat in den gesamten Vereinigten Staaten eine Diskussion über die Verantwortung von Eltern und die Notwendigkeit einer sicheren Waffenlagerung neu entfacht. (red)
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