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Sein Name war ‚Freund‘Killerwal Tilikum wurde zur Todesfalle für drei Menschen

Zuschauer im Stadion und großer Wasserspritzer

Copyright: IMAGO / ZUMA Press Wire

Zuschauer im Stadion und großer Wasserspritzer

Gefeiert als Attraktion, doch sein Dasein war ein Albtraum.

Tilikum war eine Ikone – der gewaltigste Orca, den man je in einem Becken hielt. Seine schiere Größe von 6,7 Metern und das Gewicht von 5,3 Tonnen faszinierten die Zuschauer in SeaWorld Orlando. Aber hinter dem Bild des majestätischen Tieres lauerte eine düstere Realität, die drei Menschen das Leben kostete.

Seine Geschichte nahm 1981 ihren Anfang, in den eisigen Meeren bei Island. Mit gerade einmal zwei Jahren wurde der kleine Wal von seiner Familie getrennt und gefasst. Dieser brutale Eingriff und die Isolation von seiner Herde haben sein Schicksal in den künstlichen Welten der Wasserparks für immer besiegelt. Das berichtet „FOCUS online“.

Die tödlichen Vorfälle: Tilikums dunkle Seite

Die Serie der Katastrophen startete am 20. Februar 1991 in Kanada. Die erst 20-jährige Trainerin Keltie Lee Byrne stürzte unglücklich ins Becken. Zeugen sahen, wie Tilikum gemeinsam mit zwei anderen Orcas die junge Frau packte und sie unter die Wasseroberfläche zog. Alle Rettungsbemühungen scheiterten. Der Park „Sealand of the Pacific“ wurde daraufhin geschlossen, obwohl die Tragödie als Unfall galt.

Acht Jahre danach, im Juli 1999, folgte der nächste Albtraum: Der 27-jährige Daniel P. Dukes, der sich nach Parkschluss in SeaWorld eingeschlichen hatte, wurde tot in Tilikums Becken entdeckt. Seine Leiche lag auf dem Rücken des Wals. Während der Park von Ertrinken ausging, zeigte die Autopsie schwere Wunden. Die Wahrheit über jene Nacht bleibt im Dunkeln, da angeblich keine Aufnahmen der Überwachungskameras existieren. Mitten in einer Vorführung am 24. Februar 2010 griff Tilikum die erfahrene Trainerin Dawn Brancheau (40) an und zog sie brutal unter Wasser. Die Frau ertrank vor den Augen der schockierten Zuschauer.

Nach dieser letzten Katastrophe wurde Tilikum fast vollständig von den anderen Tieren getrennt. Er fristete sein Dasein meist allein in einem separaten medizinischen Becken, angeblich zu seinem eigenen Schutz vor den anderen Orcas. Beobachter schilderten ihn als apathisch, wie er oft nur noch reglos im Wasser trieb. Am 6. Januar 2017 endete sein Leben. Tilikum starb mit nur rund 36 Jahren an einer Lungeninfektion. Seine Artgenossen in der freien Natur können ein Alter von über 80 Jahren erreichen.

„Blackfish“: Der Film, der die Welt aufrüttelte

Tilikums leidvolle Geschichte erlangte durch die Dokumentation „Blackfish“ weltweite Bekanntheit. Der Film deckte die grausamen Bedingungen der Orca-Haltung auf und entfachte einen Sturm der Entrüstung. In der Folge brachen die Besucherzahlen der Wasserparks dramatisch ein, was Konzerne wie SeaWorld zu einem Kurswechsel zwang. Als Konsequenz aus dem massiven öffentlichen Druck gab SeaWorld nach Tilikums Ableben bekannt, die umstrittene Orca-Zucht einzustellen. Tierschützer fordern seither, die übrigen gefangenen Wale in geschützte Meeresbuchten zu bringen, um ihnen ein würdigeres Dasein zu ermöglichen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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