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Neue RKI-Studie veröffentlicht Wie gut sind wir auf die nächste Corona-Welle vorbereitet?

Seit Wochen sind die strengen Corona-Regeln gefallen, wie hier auf dem „Maimarkt Mannheim“ Ende April. Eine neue RKI-Studie zeigt nun auf, wie viel Menschen weder geimpft noch genesen sind.

Seit Wochen sind die strengen Corona-Regeln gefallen, wie hier auf dem „Maimarkt Mannheim“ Ende April. Eine neue RKI-Studie zeigt nun auf, wie viel Menschen weder geimpft noch genesen sind.

Eine neue Studie des RKI legt nun nahe, wie viele Menschen in Deutschland weder geimpft noch genesen sind. Was bedeutet das für die Situation im kommenden Herbst und Winter?

Etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Deutschland dürften laut einer Modellierung bis Ende März 2022 weder gegen Corona geimpft noch mit dem Virus selbst in Kontakt gekommen sein. Das geht aus einer sogenannten Preprint-Studie von Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor, die noch nicht von externen Fachleuten begutachtet worden ist.

Über die Daten, die je nach Altersgruppe und Bundesland variieren, hatte zuvor die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstag) berichtet.

Corona: Größere Unsicherheiten mit Blick auf Herbst und Winter

Die Autoren machen deutlich, dass in der restlichen Bevölkerung kein einheitliches Maß an Schutz anzunehmen ist: Insbesondere für Menschen, die nicht geimpft, aber (meist mit Omikron) infiziert wurden, gebe es noch größere Unsicherheiten mit Blick auf den kommenden Herbst und Winter, etwa weil der Schutz vor schwerer Erkrankung kurzlebiger sein könnte.

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Nach vollständiger Grundimmunisierung, Booster und Infektion wird hingegen ein länger anhaltender Schutz vor schwerer Erkrankung angenommen.

Corona: Ende 2021 besonders viele Omikron-Infektionen

Für ältere Menschen ab 60 Jahren mit höherem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs wird ein Anteil von rund vier Prozent ohne jegliche Immunität angegeben. Bei Kindern werden höhere Werte geschätzt - schließlich ist etwa für die Kleineren noch kein Covid-19-Impfstoff verfügbar. Verfasser der Studie ist unter anderem RKI-Chef Lothar Wieler.

Das Team stellt heraus, dass die Ende 2021 aufgekommene Omikron-Variante für besonders viele Infektionen sorgte. Also die Variante, von der Fachleute annehmen, dass eine Infektion keinen so guten Schutz vor anderen Varianten wie Delta mit sich bringt. Wenn man Omikron-Infektionen nicht berücksichtige, könnten laut dem Paper über alle Altersgruppen hinweg noch rund 16 Prozent der Bevölkerung ohne spezifischen Immunschutz sein.

Corona: Immunitätslevel bislang nicht genau beziffert

Hintergrund der Modellierung ist, dass das Immunitätslevel in der Bevölkerung bisher nicht genau beziffert werden konnte. Das liegt etwa an unbemerkt verlaufenen Ansteckungen und an Überschneidungen der Gruppen von Genesenen und Geimpften. Auch zu Mehrfach-Infektionen gibt es bisher kaum Daten.

Modellierungen basieren auf einer Reihe von Annahmen und unterliegen damit Unsicherheiten. Faktoren wie das Nachlassen der Immunität und das Aufkommen von Varianten, die dem Immunschutz ausweichen, berücksichtigten die Autoren wegen schwieriger Vorhersagbarkeit nicht. (dpa/mg)

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