Corona Neue Variante entdeckt – Experte äußert schlimme Befürchtung

Die aktuelle Corona-Welle mit Omikron BA.5 sorgt sogar im Sommer für extrem hohe Infektionszahlen. Jetzt wurde die neue Variante BA.2.75 entdeckt. Ein Experte äußert eine schlimme Befürchtung.

Die Corona-Zahlen schießen aktuell wieder in die Höhe, auch in Deutschland. Erst am Sonntag (3. Juli) registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals wieder über 1000 Schwerkranke, die wegen Covid-19 auf deutschen Intensivstationen behandelt werden müssen. Doch während die Sommer-Welle noch im vollen Gang ist, zeigt sich schon das nächste Problem am Horizont: Die Omikronvariante BA.2.75.

Während Omikron BA.5 derzeit das Corona-Geschehen in Deutschland und auch im Rest der Welt bestimmt und für hohe Infektionszahlen sorgt, könnte eine die neue Omikronvariante BA.2.75 die Situation schon bald noch zuspitzen. Fachleute zeigen sich besorgt über erste Laborergebnisse. Noch ist aber unklar, welche Folgen die neue Corona-Variante auf das Infektionsgeschehen haben wird.

Neue Omikronvariante BA.2.75: „Die Mutationen gefallen mir gar nicht“

Erste Auswertungen der Omikronvariante BA.2.75 machen allerdings wenig Hoffnung. Das Virus verbreitet sich demnach ungewöhnlich schnell und weist beunruhigende Mutationen auf. Anfang Juni 2022 wurde sie erstmals in Indien festgestellt – mittlerweile wurde sie bereits in sieben weiteren Ländern nachgewiesen. Auch in Deutschland.

Molekularbiologe Ulrich Elling meldet sich auf Twitter zu der neuen Variante zu Wort. „Noch bevor wir mit der BA.5-Welle durch sind, müssen wir uns vielleicht schon auf die nächste vorbereiten.“ Noch ist allerdings auch er sich unschlüssig, ob die Variante BA.2.75 uns Sorgen machen sollte.

Elling fügt jedoch hinzu: „Die beobachteten Mutationen gefallen mir gar nicht.“

Demnach weise die neue Omikronvariante acht Mutationen im Spike-Protein auf, so der Experte. Die BA.2-Variante habe im Vergleich nur drei Veränderungen aufgewiesen, hebt Elling hervor.

Neue Corona-Variante – schlimme Befürchtung

Über das Spike-Protein dockt das Virus an menschlichen Zellen an. Veränderungen in diesem Bereich können dafür sorgen, dass das Virus vom menschlichen Immunsystem schlechter erkannt wird.

„Schon drei Mutationen können einen großen Unterschied machen, wie BA.5 zeigt“, fasst Ulrich Elling zusammen. „Die insgesamt elf Mutationen von BA.2.75 könnten also eine neue Infektionswelle auslösen, weil eine Infektion mit BA.5 kaum dagegen schützen dürfte.“

Omikronvariante BA.2.75 in Indien auf dem Vormarsch

Welchen Effekt die Variante auf die Pandemie haben wird, ist aber noch völlig unklar. Bislang gibt es nur wenige BA.2.75-Fälle. Sorgen bereitet den Fachleuten aber die Entwicklung in Indien, wo bislang der Großteil der Fälle aufgetreten ist: „Dort ist BA.2.75 extrem schnell auf einen Anteil von 18 Prozent aller sequenzierten Proben gestiegen“, berichtet der Datenexperte Mike Honey auf Twitter.

In den am stärksten betroffenen Bundesstaaten Madyha Pradesh und Maharashtra liege der Anteil von BA.2.75 gar bei 21 und 25 Prozent. BA.2.75 könnte schon dabei sein, BA.5 als dominante Variante in Indien abzulösen, so Honey.

Die britische Gesundheitsbehörde will BA.2.75 aufmerksam beobachten, sah bislang aber noch keinen Grund zur Besorgnis. Die Weltgesundheitsorganisation und das RKI haben sich zu der neuen Omikronvariante noch nicht geäußert.

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