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Ratten leiden unter Corona-Krise Nager ändern ihr Verhalten jetzt auf extreme Weise

ratte hell

In New York müssen Millionen Ratten wegen der Corona-Krise hungern. Unser Symbolbild wurde in Berlin aufgenommen. 

New York – Das Coronavirus hält nicht nur die Menschen in Atem, sondern trifft auch eine Gruppe von Nagetieren ganz besonders hart: Millionen Ratten kämpfen in vielen Städten auf der ganzen Welt ums Überleben. Nun ändern sie ihr Verhalten auf extreme – und für uns Menschen wohl perfide – Weise.

Ratten leben oftmals von menschlichen Abfällen

Der Hintergrund: Viele Ratten leben ausschließlich von den Abfällen der Menschen.

So bauen sie sich beispielsweise ihr Revier rund um die Mülltonne eines Haushalts auf und füttern Generationen an Ratten mit den Ausbeuten aus der Abfalltonne jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelang durch.

Doch was, wenn plötzlich alle Restaurants angesichts der Corona-Pandemie geschlossen haben? Dann bleiben die Abfalleimer rund um diese Restaurants vorerst leer – und Millionen städtischen Ratten bricht auf einmal ihre wohl wichtigste Nahrungsquelle weg.

Coronavirus: Ratten in Großstädten kämpfen ums Überleben

Dieses Problem betrifft gerade Millionen von Ratten auf der ganzen Welt. Städtische Ratten sind im Überlebensmodus, sagt Nagetier-Experte Bobby Corrigan jetzt im Gespräch mit „NBC News”.

Um ihr Überleben zu sichern, blieben den Ratten, deren Nahrungsquelle aufgrund des Coronavirus wegfalle, nur wenige Optionen, so der Experte weiter – und diese seien ziemlich düster. 

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So würden viele Großstadt-Ratten nun wortwörtlich „in den Krieg ziehen”, erklärt Corrigan dem Magazin. Besonders die Ratten in New York, die sich laut Berichten der „New York Times” in den letzten Jahren extrem schnell vermehrt hätten, würden gerade Hunger leiden.

Coronavirus: Ratten greifen im Überlebenskampf zu extremen Mitteln

„Es ist genau so, wie wir es auch in der Geschichte der Menschheit gesehen haben: Menschen versuchen, Land zu erobern und sie kommen mit Militär und Armeen und kämpfen um ihr Land”, erklärt er. Das gleiche passiere nun auch mit Ratten.

Denn um neue Nahrungsquellen zu erschließen, müssten viele Ratten-Familien nun in andere Gebiete einziehen und dort nach Verpflegung suchen. Das Problem: Diese Gebiete seien oft schon von anderen Ratten-Populationen besiedelt, die ihr Territorium natürlich ungern teilen wollen.

Also komme es nun bei vielen Ratten wortwörtlich zum Kampf verfeindeter Gruppen: Die „Armee”, die die stärkeren Ratten habe, werde das Gebiet am Ende erobern.

Coronavirus: Ratten in New York werden zu Kannibalen

Aber neben solchen Kämpfen würden die Nagetiere nun auch zu anderen Mitteln greifen, erklärt der Experte.

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„Sie sind Säugetiere, genau wie du und ich – und wenn du wirklich, wirklich hungrig bist, wirst du anders handeln als sonst. Du wirst schlecht handeln, normalerweise”, erklärt der Ratten-Experte. 

So würden viele Ratten sich nun auch gegenseitig essen – oder den hilflosen Nachwuchs im Nest verspeisen. Kannibalismus greift um sich...

Neben der schwierigen Versorgungslage hat die Corona-Krise aber noch einen zweiten interessanten Effekt auf die städtischen Ratten: So zeigt ein Video, das sich kürzlich im Internet verbreitete, die normalerweise stets belebte Einkaufsstraße Bourbon Street im sogenannten „French Quarter” in der US-amerikanischen Großstadt New Orleans.

Diese ist auf dem Video zwar menschenleer – sämtliche Restaurants haben geschlossen – aber nun besiedelt von zahlreichen Ratten, die sich aus ihrem Unterschlupf wagen und auf der Straße nach Essen suchen.

Droht uns jetzt etwa eine Ratten-Invasion? Nein, da ist sich der Experte sicher. Die Ratten würden sich sofort wieder zurückziehen, sobald wieder mehr Menschen auf den Straßen unterwegs seien. (ta)

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