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+++ Eilmeldung +++ Keine Hoffnung für „Timmy“ Buckelwal stirbt: Zeit gekommen, „ihn gehen zu lassen“

+++ Eilmeldung +++ Keine Hoffnung für „Timmy“ Buckelwal stirbt: Zeit gekommen, „ihn gehen zu lassen“

Keine Hoffnung für „Timmy“Buckelwal stirbt: Zeit gekommen, „ihn gehen zu lassen“

Ein Greenpeace Boot nähert sich dem Buckelwal, der am Vormittag immer noch vor der Insel Poel festsitzt.

Copyright: Marcus Golejewski/dpa

Ein Greenpeace Boot nähert sich dem Buckelwal, der am Vormittag immer noch vor der Insel Poel festsitzt.

Aktualisiert:

Für Buckelwal „Timmy“ gibt es keine Hoffnung mehr.

Jetzt heißt es Abschied nehmen: Buckelwal „Timmy“, der seit Tagen in der Ostsee um sein Leben kämpft, wird sterben. Behörden und Experten haben die Hoffnung für den im flachen Wasser der Ostsee vor Wismar festliegenden Buckelwal aufgegeben.

„Wir gehen fest davon aus, dass das Tier dort verstirbt“, sagte der an der Rettung beteiligte Experte Burkard Baschek am Mittwoch (1. April). Es sei die Zeit gekommen, „ihn gehen zu lassen“.

Buckelwal in der Ostsee: Keine Hoffnung auf Rettung

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) teilten Experten mit, dass die Rettungsversuche eingestellt werden. Das Tier solle an seinem jetzigen Liegeplatz in Ruhe gelassen werden, so Backhaus.

„Wir sind allen Ideen nachgegangen“, sagte der Minister bei der emotionalen Pressekonferenz. Zuletzt seien nach einer weiteren Begutachtung nochmals alle Ansätze überprüft worden. Alle Beteiligten seien zu der Auffassung gelangt, dass der Wal an seiner jetzigen Stelle „seinen Platz gefunden“ habe. „Ich wünsche dem Wal, dass er zur Ruhe kommt“, fügte der Minister an. Es sei nun klar, dass das Tier „am Ende das Zeitliche segnen muss“.

Um dem Tier die nötige Ruhe zu ermöglichen, wurde der Strand gesperrt. Ein Experte von Sea Shepherd sagte: „Man sollte dem majestätischen Tier aus Pietätsgründen die Ruhe lassen, dass es in Ruhe sterben kann.“

Aktive Rettungsbemühungen wie in den vergangenen Tagen soll es demnach nicht mehr geben, die Lage wird aber weiter beobachtet. Die Polizei überwacht die Sperrzone. Auch Drohnenüberflüge sind verboten.

Rettungsbemühungen werden eingestellt

„Wir müssten ihn so massiv animieren, was aussichtslos wäre, weil er die Kraft nicht mehr hat. Und die Erfolgschancen sind so gering, dass wir das als reine Tierquälerei empfinden würden“, sagte Baschek.

Realistisch gesehen habe der Wal am Morgen seine letzte Chance gehabt. „Die konnte er nicht nutzen.“ Die Bedingungen in der Bucht sind nun schlechter. Der Wasserstand werde weiter sinken, um rund 10 bis 15 Zentimeter. Das Tier liege jetzt deutlich freier.

Der Wal sei deutlich geschwächter, seine Atemfrequenz sei am Vormittag sehr unregelmäßig und zum Teil im Abstand von mehr als vier Minuten gewesen. Die Brustflossen seien nah am Körper angelegt. „Die Reaktion auf uns, auf unsere Präsenz, war quasi null“, sagte Baschek.

Buckelwal Timmy: Was passiert mit dem Kadaver?

Nach seinem Tod soll der Wal ins Meeresmuseum nach Stralsund gebracht werden. „Nicht für das Skelett. Sondern damit untersucht wird, woran der Wal gestorben ist. Es geht um wissenschaftliche Untersuchung der Todesursache“, sagte Minister Till Backhaus. 

Der Wal hatte sich in den vergangenen Tagen mehrdach freigeschwommen und war dann wieder in flachem Wasser zum Liegen gekommen. Inzwischen zeige der Wal nur noch eine deutlich reduzierte und sehr unregelmäßige Atemfrequenz und bewege sich kaum noch, sagte Baschek. Die Reaktionen auf menschliche Annäherung seien „quasi null“. Der Sterbeprozess des Tieres könne aber durchaus „länger“ dauern, fügte der Experte an. (AFP)

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