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„Erinnert an Nazi-Experimente” Ekel-Alarm! Mann verkauft Seife aus Menschen

Seife_Symbolbild

Ein Künstler verkauft auf der Straße Seife aus Menschenfett.

Braunschweig – Zwischen Ekel und Sauberkeit scheint die Provokation einkalkuliert: In der Theaterarbeit „Schuldfabrik” geht es um Seife aus menschlichem Körperfett. 

Nicht auf der Bühne, sondern mitten in einer Einkaufspassage in der Innenstadt ist dafür ein Laden entstanden, durch den der Besucher in einem etwa einstündigen Rundgang geführt wird.

Das einzige Produkt ist Seife, angeblich aus menschlichem Körperfett.

Das Fett dafür soll aus Abfällen von Schönheitsoperationen stammen. 

Mit dem Erwerb soll der Theatergast laut Hetzel die Möglichkeit erhalten, sich von Schuld freizukaufen. Der Erlös soll an ein Brunnenbauprojekt in Afrika gehen.

Bis zum 17. Juni geöffnet

Beim Festival Theaterformen in Braunschweig ist das Werk von Julian Hetzel erstmals in Deutschland zu sehen. Die begehbare Installation ist bis zum 17. Juni täglich in Braunschweig geöffnet.

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Der deutsche Künstler Hetzel hat seine „Schuldfabrik” schon in Österreich und den Niederlanden gezeigt. Rund um die Aufführungen sah er sich mit Kritik konfrontiert.

„Historisch vorbelastet”

Die Idee sei nicht ganz neu und das Werk im Hinblick auf die NS-Geschichte nicht unproblematisch, da es an die Verwertung menschlicher Körper in den Konzentrationslagern erinnere.

„Im Konzentrationslager Stutthof machten die Nazis Experimente mit der Seifenfabrikation aus Leichen. Hetzels Projekt ist also historisch vorbelastet”, kritisiert etwa der österreichische ORF.

Größtes internationales Theatertreffen

Theaterformen zählt zu den größten internationalen Theatertreffen im deutschsprachigen Raum. Der Veranstaltungsort wechselt jährlich zwischen Hannover und Braunschweig.

(dpa/mg)

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