Bis zu 30 EuroVenedig plant höheren Tageseintritt für Touristen ab 2027

Ein höherer Tageseintritt soll mehr Besucherinnen und Besucher aus Venedig fern halten. (Bild: iStock/ALEJANDRO SALA)

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Ein höherer Tageseintritt soll mehr Besucherinnen und Besucher aus Venedig fern halten. 

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In diesem Jahr hat Venedig rund fünf Millionen Euro durch eine Gebühr für Tagesgäste eingenommen. Nun plant die Lagunenstadt den Eintritt drastisch zu erhöhen. Das soll einen ganz bestimmten Effekt erzielen.

Touristinnen und Touristen, die im nächsten Jahr einen Tagesausflug nach Venedig planen, müssen wohl tiefer in die Tasche greifen - der Tageseintritt könnte im nächsten Jahr womöglich bis zu 30 Euro pro Tag kosten und auch an mehr Tagen im Jahr fällig werden, wie die italienische Zeitung „Il Gazzettino“ berichtet.

Demnach könnte die Zugangsgebühr, die sich bisher in einer dreijährigen Testphase befand, ab 2027 eine feste Struktur bekommen, wie Michele Zuin, Stadtrat für Haushalt, Steuern und Beteiligungsgesellschaften, erklärte. Mit dem höheren Preis und der längeren Geltungsdauer will die Stadt ein ganz bestimmtes Ziel erreichen.

Höherer Tageseintritt soll Touristinnen und Touristen fernhalten

Bislang mussten Tagesgäste für bestimmte Tage, vor allem in der Hauptsaison sowie an den Wochenenden, einen Tageseintritt von zehn Euro pro Person zahlen. Wer drei Tage im Voraus buchte, zahlte nur fünf Euro. In diesem Jahr wurde die Gebühr an 60 Tagen erhoben. Die Lagunenstadt hat damit laut „Spiegel“ rund fünf Millionen Euro eingenommen.

Die Einnahmen aus dem Tageseintritt nutzt die Stadt, um den Auswirkungen des Massentourismus entgegenzuwirken, etwa Fundamentbelastung durch die durch Schiffsverkehr verursachten Wellen oder Umweltschäden durch Müll.

Doch eine höhere Tagesgebühr soll in erster Linie nicht die Einnahmen erhöhen, sondern vor allem Tagesbesucherinnen und -besucher abschrecken. „Die Forderung an die Regierung, eine höhere Zugangsgebühr zu ermöglichen, hat nichts damit zu tun, Geld einzunehmen. Darum geht es: Wir stellen fest, dass die derzeitigen fünf bis zehn Euro inzwischen für jeden erschwinglich sind. Es besteht die Gefahr, dass sie nicht mehr die abschreckende Wirkung haben, die diese Maßnahme eigentlich haben sollte“, so Stadtrat Zuin.

Wie hoch die Gebühr letztendlich wird, müsse gemeinsam mit der italienischen Regierung und dem Parlament entschieden werden. Doch Zuin fügte hinzu: „Es war sogar einmal von 50 Euro die Rede, vielleicht könnten es aber auch 30 Euro sein. Entscheidend ist die Grundidee: Wenn das Ziel darin besteht, Tagestouristen abzuschrecken, (...) könnte eine höhere Gebühr dazu führen, dass sie sich stattdessen für einen Ausflug in eine andere Gegend entscheiden.“

Längere Laufzeit und höhere Übernachtungssteuer

Bislang wurde die Gebühr von April bis Juli erhoben. Nun werde geprüft, ob eine Ausweitung auf März und September möglich sei. Zusätzlich wurde laut „Il Gazzettino“ bereits mit den Hoteliers der Stadt der Vorschlag, die Übernachtungssteuer anzuheben, besprochen. Eine Gebühr von acht bis neun Euro für Fünf-Sterne-Hotels sei denkbar. (tsch)