Ein unfassbarer Preis für Hygieneartikel auf der Wiesn! Für zwei Tampons werden zehn Euro verlangt – das Netz kocht vor Wut.
„Ich bin so schockiert“Wiesn-Besucherin geht aufs Klo und ist stinksauer

Copyright: Felix Hörhager/dpa
Oktoberfestbesucher feiern in der Augustiner Festhalle.
Das Oktoberfest läuft auf Hochtouren, aber für die Influencerin Xphiara endete der Ausflug in einem Fiasko. Sie berichtet in einem Clip auf TikTok, dass sie plötzlich ihre Tage bekam. Der eine Tampon, den sie für den Notfall dabeihatte, war schon benutzt. Niemand sonst im Bierzelt hatte einen für sie übrig.
Ihre letzte Rettung: die Toilettenfrau. Auf dem stillen Örtchen gab es neben Deodorant und Kaugummi auch die dringend benötigten Damenhygieneartikel. Die Reaktion der Mitarbeiterin auf ihre Bitte war allerdings der reinste Hammer: „Zwei OBs kosten zehn Euro.“
„Bodenlose Unverschämtheit“: Im Netz hagelt es Kritik
Xphiara steht mit ihrer Wut nicht alleine da. Ihr Clip hat eine riesige Solidaritätswelle losgetreten. Der Preis wird in mehr als 400 Kommentaren als „No-Go“ oder „bodenlos“ beschimpft.
Eine Userin findet: „Selbst zehn Cent wären zu viel.“ Zahlreiche Stimmen verlangen, dass Produkte für die Menstruation generell gratis sein müssen, gerade in einer solchen Zwangslage.
Auf Nachfrage von „20 Minuten“ teilte die Pressestelle der Wiesn mit, dass der spezielle Vorfall nicht untersucht werden könne, weil der Name des Bierzeltes fehle. Es wurde aber betont, dass es in etlichen Zelten und bei den Sanitätsdiensten auf dem Festgelände gratis Menstruationsbedarf gibt.
Nicht nur Tampons: Auch Bier und Hendl sind sauteuer
Doch die Kosten für die Tampons sind nur ein Teil des Problems. Wer auf dem Oktoberfest feiern möchte, braucht einen dicken Geldbeutel. Ein Liter Bier kostet durchschnittlich 15,61 Euro – 2019 lag die Summe noch bei 11,71 Euro. Sogar für Wasser muss man je nach Festzelt zwischen acht und 13,60 Euro pro Liter hinblättern.
Die Preise für Speisen klettern ebenfalls ordentlich nach oben. Eine Portion Käsespätzle kostet die Gäste 21,56 Euro, während der Betrag 2019 noch 15,15 Euro ausmachte. Ein halbes Brathähnchen verteuerte sich um mehr als 52 Prozent auf 18,53 Euro. Die Dampfnudel schlug im Vorjahr mit 13,67 Euro zu Buche, im Gegensatz zu den 8,86 Euro aus 2019. Die Wirte bestimmen die Kosten für Getränke in Eigenregie. (red)
