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Biber außer Kontrolle?Zwei Parks nach Beiß-Attacken geschlossen

Biber zeigt Zähne.

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Drei Menschen sind in Maryland von Bibern gebissen worden. Nach den Attacken wurden Teile zweier State Parks geschlossen. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Drei Menschen sind in Maryland von Bibern gebissen worden. Nach den Attacken wurden Teile zweier State Parks geschlossen.

Der US-Bundesssaat Maryland erlebt laut dem Wetter- und Nachrichtensender „Fox Weather“ eine ungewöhnliche Serie von Biber-Attacken: Innerhalb weniger Wochen sind in zwei State Parks drei Menschen von den Tieren gebissen worden. Teile der betroffenen Parks wurden daraufhin geschlossen.

Der jüngste Vorfall ereignete sich im Seneca Creek State Park im US-Bundesstaat Maryland. Wie das Maryland Department of Natural Resources (DNR) mitteilt, wurde dort ein zehnjähriges Mädchen von einem Biber angegriffen und gebissen. Das Kind war mit einer Gruppe in einem häufig zum Schwimmen und Waten genutzten Bereich des Flusses unterwegs.

Als der Biber angriff, griffen Betreuer des Feriencamps ein und entfernten das Tier. Der Biber flüchtete anschließend ins Wasser. Das Mädchen erlitt drei Biss- beziehungsweise Rissverletzungen am Oberschenkel und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Biber attackiert zehnjähriges Mädchen im State Park

Der betroffene Bereich des Parks bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Das gilt für rund eine Meile Wanderweg sowie mehrere Zugänge zum Fluss. Einsatzkräfte und Wildtierexperten suchen nach dem Biber.

Kurios: Eine Gruppe, die in der Nähe mit Kanus unterwegs war, berichtete laut DNR ebenfalls von einem Biber. Das Tier soll versucht haben, eines der Boote zu attackieren. Verletzt wurde dabei niemand.

Der Vorfall ist bereits die dritte Biber-Attacke in einem Maryland State Park innerhalb weniger Wochen. Im Cunningham Falls State Park war am 26. Juli ein 13-jähriger Schwimmer von einem Biber angegriffen und verletzt worden. Am 5. August wurde dort ein 19-jähriger Angler von einem weiteren Biber in den Knöchel gebissen.

Beide Tiere wurden später eingefangen und getötet. Untersuchungen ergaben, dass sie mit Tollwut infiziert waren. Teile des Cunningham Falls State Park wurden deshalb ebenfalls geschlossen.

Zwei weitere Biber-Attacken in Maryland

Ob der jüngste Angriff mit den beiden vorherigen Fällen zusammenhängt, ist allerdings unklar. Das DNR hält einen Zusammenhang derzeit für unwahrscheinlich. Die beiden Parks liegen mehr als 50 Kilometer voneinander entfernt. Zudem gebe es nach Angaben der zuständigen Gesundheitsbehörden derzeit keine Hinweise auf einen größeren Tollwut-Ausbruch in den betroffenen Regionen.

Biber gelten normalerweise als scheue Tiere und meiden Menschen. Die Behörden weisen deshalb darauf hin, dass Angriffe auf Menschen äußerst selten sind. (jag)

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