4

„Ich dachte, ich sterbe“Badehose rettet Jungen (12) nach Hai-Attacke das Leben

Ein Schwarzspitzen-Riffhai im Tierpark Hellabrunn.

Copyright: picture alliance/dpa/Tierpark Hellabrunn

Bahamas: Ein 12-Jähriger wird im seichten Wasser von einem Hai attackiert. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Hai-Horror auf den Bahamas: Ein 12-Jähriger wird im seichten Wasser attackiert. Die Rettung in letzter Sekunde ist völlig skurril.

Ein unbeschwerter Familienurlaub im Urlaubsparadies Staniel Cay endete für eine Familie aus Texas fast in einer Katastrophe.

Dass der 12-jährige Parker Roll den brutalen Angriff eines Hais überlebt hat, verdankt er laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung der blitzschnellen Reaktion seines Bruders.

Schock in der Flachwasser-Bucht

Es passierte am 23. Juni in den idyllischen Exuma Cays, rund 120 Kilometer südöstlich von Nassau: Parker und sein großer Bruder Jack (16) plantschten im seichten Wasser, als etwas auf sie lauerte. Zuerst dachten die Brüder an einen harmlosen Felsen im Wasser. Doch dann folgte der Schock.

Parker erinnert sich an den Horror-Moment: „Als ich nach unten schaute, sah ich den Kopf des Hais an meinem Bein.“ Der Meeresräuber, mutmaßlich ein Riffhai, verbiss sich direkt im rechten Unterschenkel des Jungen.

„Ich dachte, ich sterbe“, beschreibt der 12-Jährige die Todesangst laut US-Medien. Durch den Adrenalinschub spürte er den Schmerz erst verzögert: „Es fühlte sich an, als würde ein Messer in meine Wade gestochen und herumgedreht.“

Bruder reagiert als Lebensretter

In dieser absoluten Extremsituation bewies der 16-jährige Jack unglaublichen Mut. Er zog seinen schwer verletzten Bruder aus dem Wasser und fackelte nicht lange: Jack riss sich die eigene Badehose vom Leib und funktionierte sie kurzerhand zu einem improvisierten Druckverband um.

Diese Geistesgegenwart rettete Parker vermutlich das Leben. Da es in der Bucht keinerlei Mobilfunknetz gab, musste die Familie den Jungen zuerst per Boot transportieren, bevor überhaupt ein Notruf abgesetzt werden konnte. Die Badehose verhinderte während dieser quälend langen Zeit das Verbluten.

Mit 40 Stichen genäht

Erst am Hafen konnte der herbeigerufene Krankenwagen den Jungen übernehmen und in eine Klinik bringen. Die tiefen Wunden am Unterschenkel mussten von den Ärzten mit rund 30 bis 40 Stichen genäht werden.

Mediziner sind sich einig: Ohne den schnellen Einsatz der Badehose als Blutsperre hätte der Junge den massiven Blutverlust wohl nicht überlebt.

Inzwischen befindet sich Parker auf dem Weg der Besserung und die Ärzte erwarten eine vollständige Genesung. Der 12-Jährige ist einfach nur dankbar und weiß, wem er sein Leben verdankt: Jack ist für ihn ein echter Held. (jag)

Feuerwehrleute sind am Brandort eines Wohnhauses in der August-Vermeylenlaan in Antwerpen im Einsatz.
Dramatischer Einsatz in Antwerpen
Mindestens fünf Tote bei Feuer in Wohngebäude