Archäologische Sensation in Ägypten! Forscher vermuten hinter Tutanchamuns Grab die letzte Ruhestätte von Nofretete.
Archäologie-Beben in ÄgyptenNeue Hinweise auf geheime Grabkammern

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Der Vollmond leuchtet über der Großen Pyramide von Gizeh, der Cheops-Pyramide. (Archivfoto)
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Eine archäologische Sensation bahnt sich an! Im Grabmal des Pharaos Tutanchamun könnten sich versteckte Räume befinden, wie neue Untersuchungen nahelegen. Die große Frage: Ist das die letzte Ruhestätte von Nofretete? Diese Information meldet die Zeitschrift „Nature“.
Bei Luxor, im Tal der Könige, könnten sich direkt hinter der berühmten Ruhestätte des Pharaos Tutanchamun weitere, bisher unentdeckte Räume befinden. Unter der Führung des ägyptischen Ägyptologen und früheren Antikenministers Mamdouh Eldamaty hat ein Forscherteam erstmalig gravimetrische Messungen vorgenommen. Die gesammelten Daten legen nahe, dass unter und hinter der bekannten Struktur ein älterer Komplex aus Gängen und Kammern liegt.
Warum ist Tutanchamuns Grab so winzig?
Die von Howard Carter im Jahr 1922 gefundene Grabstätte KV 62 wirkt für einen König erstaunlich bescheiden. Fachleute spekulieren schon seit Längerem, dass der Bau eigentlich nicht für den früh gestorbenen Pharao gedacht war. Diese Vermutung wird nun durch neue geophysikalische Analysen untermauert: Die Daten weisen auf Unregelmäßigkeiten in der Dichte des Bodens hin, was ein klares Zeichen für Hohlräume ist.
Eldamaty redet von einem möglichen verborgenen Komplex, der vielleicht schon existierte, bevor Tutanchamun beerdigt wurde. Sollte sich diese Annahme als richtig erweisen, wäre dies eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der letzten Zeit, wie er ausführte.

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Die goldene Maske von Tutanchamuns im Großen Museum von Ägypten. (Archivfoto)
Was die ganze Sache so brisant macht, ist die Vermutung, dass dort die Mumie von Nofretete ruhen könnte. Die mächtige Ehefrau von Echnaton und zugleich Stiefmutter von Tutanchamun ist bis heute unauffindbar. Einige Wissenschaftler vertreten die Ansicht, ihre Grabstätte sei nach dem plötzlichen Ableben des jungen Königs einfach für ihn genutzt worden.
Liegt hier wirklich die legendäre Königin?
Jedoch rufen Fachleute zur Besonnenheit auf. Der amerikanische Ägyptologe Ray Johnson gibt zu bedenken: Auch wenn es dort Kammern gibt, könnten diese schlicht als Depots gedient haben. Eine opulente königliche Begräbnisstätte voller Kostbarkeiten sei nicht zu erwarten, da Grabbeigaben wahrscheinlich einer neuen Verwendung zugeführt wurden.
Die Forschungsgruppe beabsichtigt, von oben winzige Löcher in Richtung der angenommenen Räume zu bohren. Anschließend sollen ferngelenkte Mini-Roboter mit Kameras zum Einsatz kommen. Die Erlaubnis vom Obersten Rat für Altertümer ist allerdings noch nicht erteilt. Sollte grünes Licht gegeben werden, könnten die Bohrungen schon im November starten. (red)
