Vier Männer, zwei Minuten, rund 40 Millionen Euro Beute: Nach dem Juwelenraub von Maastricht fahndet Europol jetzt auch nach einer Frau. Zwei Tätowierungen könnten sie verraten.
Tätowierungen könnten sie verratenSie ist die meistgesuchte Frau in Europa

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Ninoslava Jovic, 41 Jahre alt, gebürtige Serbin. steht auf der Liste der meistgesuchten Flüchtigen Europas.
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Maßanzug, Schiebermütze, Hammer. Mehr brauchten die vier Männer nicht. Am 28. Juni 2022 betreten sie als Besucher die Kunst- und Antiquitätenmesse TEFAF in Maastricht, nur rund 100 Kilometer von Köln entfernt. Dann schlagen sie zu. Mit Hämmern zertrümmern sie die Glasvitrinen. Nach nur zwei Minuten ist Schmuck im Wert von geschätzten 40 Millionen Euro weg, die Bande flüchtet auf E-Rollern.
Gut vier Jahre später werden die Täter noch immer gesucht. Jetzt erhöht Europol den Druck: Die europäische Polizeibehörde hat eine Frau auf die Liste der meistgesuchten Flüchtigen Europas gesetzt. Ihr Name: Ninoslava Jovic, 41 Jahre alt, gebürtige Serbin.
Tätowierungen könnten sie verraten
Jovic soll bei dem Raubüberfall eine unterstützende Rolle gespielt haben. Laut niederländischer Polizei hat sie nicht selbst die Vitrinen zertrümmert oder den Schmuck gestohlen. Sie steht aber im Verdacht, den Tätern geholfen zu haben. Am 29. Oktober 2026 wurden sie und vier weitere Verdächtige in die europäische Liste der meistgesuchten Flüchtigen aufgenommen und öffentlich benannt.
Nach der Flucht von der Messe soll sich die Bande über Deutschland nach Serbien abgesetzt haben. Blöd nur, dass die Gruppe unterwegs in einem Opel geblitzt wurde. Auf dem Beifahrersitz: Ninoslava Jovic. Auf einem Bild aus dem Fluchtauto ist die heute 41-Jährige zu sehen.
Europol fahndet mit einem Selfie nach der Frau. Die Polizei hat außerdem eine genaue Beschreibung veröffentlicht: Jovic hat braune Augen. Ihre Haare sind von Natur aus braun, sie könnte sie aber blond gefärbt haben. Auffällig sind zwei Tätowierungen an den Unterarmen: Auf dem rechten Arm steht „Selena“, auf dem linken „Faith“, das englische Wort für Glaube.

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Europol hat fünf neue Personen auf die Fahndungsliste der EU gesetzt – vier Männer und eine Frau. Alle stammen aus Serbien und werden wegen des Diebstahls von Diamanten und Schmuck im Wert von Millionen Euro in Maastricht (Niederlande) gesucht. Das Bild zeigt sie im Fluchtauto.
Wo steckt die Frau? Im Suchaufruf heißt es: „Unseren Informationen zufolge lebt und hält sich Jovic derzeit in Serbien auf; es ist jedoch möglich, dass sie in andere Länder reist“. Zuletzt wurde sie in Niš gesehen, einer Stadt im Süden Serbiens.
Gesucht werden außerdem vier Männer: Aleksandar Stojiljkovic (50), Aleksandar Cenic (50), Dusko Dimitrijevic (50) und Bratislav Stojanovic (41). Alle sind serbische Staatsbürger. Die Behörden glauben, dass auch sie in Serbien sein könnten. Sie gelten als bewaffnet und gefährlich und nutzen möglicherweise falsche Namen.
Mehrere Medien bringen die vier Männer mit den „Pink Panthers“ in Verbindung, einer bekannten Gruppe von Juwelendieben. Die niederländische Polizei spricht offiziell von einer serbischen Tätergruppe.
Ein gelber Diamant für bis zu 27 Millionen Euro
Zu den wertvollsten Stücken der Beute soll eine Halskette mit einem großen gelben Diamanten gehört haben. Medien schätzen ihren Wert auf bis zu 27 Millionen Euro. Drei Diamanten aus der Beute wurden inzwischen in Hongkong, Israel und Botswana gefunden. Ein großer Teil der Beute ist aber weiterhin verschwunden.
Auch nach Deutschland führen Spuren. Zwei Frauen gaben einen Mietwagen, den die Verdächtigen genutzt hatten, bei einer Autovermietung in der Nähe des Frankfurter Flughafens zurück. Sie gelten derzeit nicht als Verdächtige. Die Polizei will sie aber befragen, weil sie wichtige Hinweise liefern könnten. Außerdem nutzten die Verdächtigen einen Opel Astra. Er war im belgischen Charleroi gemietet und später von einer unbekannten Person in Wien zurückgegeben worden.
600.000 Euro für Hinweise, mit denen die Beute zurückgeholt werden kann
Die Staatsanwaltschaft der niederländischen Provinz Limburg zahlt 20.000 Euro für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen. Das Ermittlungsbüro der Versicherung bietet zusätzlich 500.000 britische Pfund, umgerechnet rund 600.000 Euro, für Hinweise, mit denen die Beute zurückgeholt werden kann.
Der Fall lief bereits vor zwei Jahren in „Opsporing Verzocht“, der niederländischen Version von „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Gezeigt wurden auch Bilder einer Überwachungskamera: Die bewaffneten Täter in maßgeschneiderten Anzügen und Schiebermützen stürmen die laufende Messe und schlagen die Vitrinen ein. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter. Wer etwas weiß, soll sich bei den Behörden melden. (mg)
