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Irre Suff-Fahrt zum JobFrau sprengt mit 4,75 Promille das Messgerät

Fahrer hält Hände am Lenkrad während der Fahrt

Copyright: IMAGO / Henricus Lüschen

Fahrer hält Hände am Lenkrad während der Fahrt.

Bewerbung mit fast 5 Promille: Polizeigerät streikt bei der Messung.

Eine Frau (45) aus Raguhn-Jeßnitz legt 14 Kilometer nach Dessau zurück. Sie wollte sich in einem Seniorenheim als Reinigungskraft vorstellen. Aber anstelle einer neuen Anstellung erwarteten sie im September 2024 die Behörden. Einer Vorgesetzten fiel die starke Alkoholfahne auf, woraufhin sie umgehend die 110 alarmierte.

Was die Einsatzkräfte daraufhin sahen, war unfassbar. „Bei einem ersten Atemalkoholtest zeigte das Messgerät einen sagenhaften Wert von 4,75 Promille an“, berichtet Gerichtssprecher Frank Straube. Der zweite Anlauf scheiterte, weil die Apparatur streikte – sie konnte das Ergebnis nicht mehr anzeigen und präsentierte lediglich drei Pfeile. Polizeibeamter Robert K. meinte im Zeugenstand: „So etwas habe ich noch nicht erlebt“. Die Autofahrerin gab laut seiner Mitarbeiterin Leonie B. an, am Abend zuvor lediglich drei Bier konsumiert zu haben. Das berichtet „t-online“.

Justiz-Wirrwarr: War sie schuldfähig?

Etwa 80 Minuten danach wies eine Blutuntersuchung weiterhin einen Pegel von 3,76 Promille nach – wie Sprecher Straube es nannte, „wirklich exorbitant hoch“. Dennoch folgte am Amtsgericht Bitterfeld erst einmal ein verblüffendes Urteil: Freispruch! Der zuständige Richter nahm eine vollständige Schuldunfähigkeit an.

Die Anklagebehörde akzeptierte das jedoch nicht, ging in Berufung und zog mit dem Fall vor das Landgericht Dessau-Roßlau. An dieser Stelle kam die Kehrtwende. Die zuständige Richterin bewertete die Situation neu und sah die Frau zwar als vermindert schuldfähig, aber keinesfalls als komplett handlungsunfähig an.

Das Ergebnis: eine finanzielle Sanktion von 750 Euro (berechnet aus 50 Tagessätzen zu je 15 Euro). Deutlich schmerzhafter wird für die Frau aber der Verlust ihres Führerscheins sein. Sie kann erst nach einem halben Jahr eine neue Fahrerlaubnis beantragen – und wird sich dann „höchstwahrscheinlich“ einer MPU unterziehen müssen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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