Koalitionsgespräche Eckpunkte verhandelt, CDU und Grüne entscheiden jetzt „über Zukunft von NRW“

Hendrik Wüst (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Mona Neubaur, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende (Bündnis 90/Die Grünen), trafen sich am 18. Mai in Düsseldorf zu ersten Sondierungsgesprächen. Jetzt sollen Koalitionsverhandlungen folgen.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (l, CDU) und Mona Neubaur, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende (Bündnis 90/Die Grünen), trafen sich am 18. Mai in Düsseldorf zu ersten Sondierungsgesprächen. Jetzt sollen Koalitionsverhandlungen folgen.

Die Vorarbeiten sind geleistet, nun soll es an die Details gehen: CDU und Grüne wollen knapp zwei Wochen nach der Landtagswahl 2022 in Nordrhein-Westfalen über Koalitionsverhandlungen entscheiden.

Es wurde ausgiebig sondiert, am Sonntag (29. Mai) wollen CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen nun über die offizielle Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden.

Beide Parteien haben detaillierte Eckpunkte für ein mögliches Regierungsbündnis vereinbart. Zum Abschluss ihrer viertägigen Sondierungsgespräche einigten sich Delegationen beider Parteien am Freitagabend auf ein zwölfseitiges Ergebnispapier mit der Überschrift „Für die Zukunft von Nordrhein-Westfalen“.

Spitzengremien von CDU und Grünen entscheiden über Aufnahme von Koalitionsverhandlungen

Auf Grundlage des Sondierungspapiers sollen Spitzengremien von CDU und Grünen über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden. Bislang haben CDU und Grüne noch nie gemeinsam im bevölkerungsreichsten Bundesland regiert.

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Sowohl Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) als auch Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur zeigten sich zufrieden. „In der Versöhnung von vermeintlichen Gegensätzen liegt die Kraft für unsere Zukunft“, erklärte Wüst. Er dankte den Grünen für „konstruktive, ernsthafte und den Herausforderungen angemessene Beratungen.“ Wüst fügte hinzu: „Dieser gemeinsame Geist kann zu einem Zukunftsbündnis zum Wohle unseres Landes führen.“

Grünen-Landeschefin Neubaur erklärte: „Wir wollen der Garant dafür werden, dass eine neue Landesregierung auf der Höhe der Zeit arbeitet.“ CDU und Grüne hätten „gemeinsam eine belastbare Grundlage“ erarbeitet. „Beide Parteien eint der ernsthafte Wille, in Zeiten multipler Krisen generationengerechte Lösungen für die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu finden.“

Auf dem Papier stehen unter anderen folgende Punkte:

  • Mindestens 1000 neue Windräder
  • Weniger Flächenverbrauch
  • Gleiche Bezahlung für Lehrkräfte

Rund 100 Delegierte der Grünen kommen am Sonntag in Essen zu einem kleinen Parteitag zusammen, um über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen abzustimmen. In Düsseldorf wird der ähnlich große erweiterte Landesvorstand der CDU darüber entscheiden. Der Grünen-Landesvorstand empfahl seinen Mitgliedern, der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zuzustimmen. Auch die CDU werde dies dem erweiterten Landesvorstand empfehlen, hieß es weiter.

Die CDU hatte die Wahl am 15. Mai mit 35,7 Prozent klar gewonnen. Die SPD rutschte mit 26,7 Prozent auf ihr schlechtestes Ergebnis bei einer NRW-Landtagswahl ab. Die Grünen konnten ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2017 auf 18,2 Prozent fast verdreifachen und landeten auf dem dritten Platz. (dpa)

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