Ukraine-Krieg Bonner Uniklinik behandelt Mutter und ihre Kinder – alle sind Opfer von Minen

Zwei Männer bringen ein kleines Kind auf einer rollenden Krankentrage in das Notfallzentrum Bonn.

Eines der kriegsverletzten Kinder wird am Montag (11. April 2022) im Notfallzentrum des Universitätsklinikums Bonn aufgenommen.

Die ersten Kriegsverletzten aus der Ukraine sind in Deutschland gelandet. Drei von ihnen kamen in die Bonner Uniklinik.

Eine Maschine der Luftwaffe hat Anfang der Woche die ersten ukrainischen Kriegsverletzten nach Deutschland geflogen. Darunter eine Mutter und ihre beiden Kinder – Minenopfer, die eine komplexe chirurgische Behandlung benötigen.

Sie wurden in zwei Rettungswagen auf den Bonner Venusberg gebracht, wo sich das große Universitätsklinikum Bonn (UKB) mit den entsprechenden Spezialisten befindet.

Uniklinik Bonn: Familie stammt aus dem hart umkämpften Dnipro

„Minenverletzungen gehören zu den schlimmsten Verletzungen, die man in der Medizin kennt. Ganze Körperteile können regelrecht zerfetzt sein. Auch bei den Patienten, die wir heute aufgenommen haben, handelt es sich um komplexe Fuß- sowie innere Bauchverletzungen“, erklärt Professor Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB.

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Die Kriegsverletzten stammen aus dem hart umkämpften Dnipro, der viertgrößten Stadt in der Ukraine. Nach mehreren lebensrettenden Behandlungen in Dnipro sowie in einer Lwiwer Klinik erhält die Familie nun die dringend notwendige Therapie. „Unsere Partner in der Ukraine, mit denen wir schon mehrere Jahre zusammenarbeiten, wissen, dass wir immer bereit sind zu helfen“, betont Professor Holzgreve.

Ein Kleinkind und sein größerer Bruder liegen im Notfallzentrum auf Krankentragen und werden erstversorgt.

Zwei Kinder aus der Ukraine werden im Notfallzentrum der Bonner Uniklinik erstversorgt. Beide sind zusammen mit ihrer Mutter am Montag (11. April 2022) nach Deutschland geflogen worden.

Auch ukrainische Krebspatienten werden in Uniklinik Bonn behandelt

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor rund sieben Wochen hat die Bonner Uniklinik Medikamente sowie medizinische Güter im Wert von mehr als 300.000 Euro in die Ukraine gebracht. Auch vier komplett ausgestattete Notfahrzeuge wurden gespendet. Zwei davon wurden durch die Kriegshandlungen bereits zerstört. Das Klinikum hat ebenfalls ukrainische Patienten mit Krebs, unter ihnen auch Kinder, zur Behandlung aufgenommen.

Im Universitätsklinikum Bonn werden pro Jahr mehr als 400.000 Patientinnen und Patienten betreut, es sind 8300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW zu verzeichnen. (iri)

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