Erneut fallen Tausende Stunden an NRWs Schulen aus.
Tausende Schulstunden fallen ausMinisterin nennt überraschenden Grund

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In NRW wird mit der Unterrichtsstatistik gemessen, wie viele Stunden an den öffentlichen Schulen jedes Halbjahr ausfallen (Symbolbild)
Für Eltern und Kinder in NRW sind das keine guten Neuigkeiten: In der ersten Hälfte des Schuljahres 2025/26 wurden erneut tausende Unterrichtseinheiten gestrichen. Exakt 4,4 Prozent fielen ersatzlos weg. Laut einer Mitteilung des Schulministeriums, die von der dpa verbreitet wurde, ist dies eine geringfügige Verbesserung zum vorigen Halbjahr mit 4,5 Prozent. Dennoch bleibt die Situation für zahlreiche Familien ein Problem.
Die offizielle Statistik zeigt, dass insgesamt circa 94 Prozent der vorgesehenen Lehreinheiten tatsächlich stattfanden. Allerdings wurden davon ungefähr 10,5 Prozent als Vertretung abgehalten. Strikt nach dem offiziellen Zeitplan liefen lediglich 77,8 Prozent der Stunden ab – ein leichter Abfall gegenüber dem Schulhalbjahr 2024/25, wo es noch 78,3 Prozent waren.
Überraschender Grund für Unterrichtsausfall
Doch die Ursache für die Ausfälle ist nicht zwangsläufig der viel beklagte Mangel an Personal. Wie das Ministerium darlegte, spielen ebenso rein organisatorische Aspekte eine Rolle. Hier kommt der verblüffende Fakt für viele Eltern: Selbst verkürzter Unterricht wegen Zeugnisausgaben, Konferenzen der Lehrkräfte oder die Einschulungstage werden offiziell als „ersatzloser Unterrichtsausfall“ gewertet.
Dieser weithin tolerierte Ausfall allein macht bereits einen Anteil von circa 2,5 bis 3,0 Prozent aus. Zum planmäßigen Lehrbetrieb zählen übrigens ebenso Klassenfahrten, Projekttage oder Sportfeste. Diese spezielle Unterrichtsform hatte im abgelaufenen Halbjahr einen Umfang von 5,7 Prozent.
Ministerin Feller: „Unsere Maßnahmen wirken“
Trotz der Statistik erkennt Schulministerin Dorothee Feller (CDU) eine positive Entwicklung. Sie hob hervor, dass seit dem Amtsantritt der Koalition aus CDU und Grünen im Jahr 2022 mehr als 11.000 zusätzliche Kräfte an den Schulen in NRW beschäftigt werden. Zu diesen zählen auch über 2.100 Alltagshelferinnen und -helfer, deren Aufgabe es ist, die Lehrkräfte zu unterstützen.
Feller zeigt sich zuversichtlich: „Die Zahlen zeigen, wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Maßnahmen wirken.“ Die zugrundeliegenden Daten wurden von sämtlichen öffentlichen Schulformen in NRW geliefert, wobei die Meldequote nach Angaben des Ministeriums bei 100 Prozent lag.
Was genau hinter dem Unterrichtsausfall steckt, wird momentan noch durch eine detaillierte Erhebung ermittelt. Die vollständigen Ergebnisse für das komplette Schuljahr 2025/26 werden für das 4. Quartal erwartet. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

