Verkehrschaos droht Sperrung auf wichtiger NRW-Autobahn – voraussichtlich jahrelang

sperrung A43

Die Sperrung auf der A43 hat voraussichtlich massive Auswirkungen auf den Verkehr im Ruhrgebiet (hier ein Archivfoto von einer Baumaßnahme auf der A43).

Herne/Recklinghausen – Nach der A59 muss jetzt die nächste wichtige Autobahn in Nordrhein-Westfalen kurzfristig gesperrt werden – zumindest teilweise. Betroffen ist die A43 bei Herne. Wieder sind Schäden an einer Brücke die Ursache für die Maßnahme. Droht jetzt ein Verkehrschaos?

  • Nach A59 muss auch A43 gesperrt werden
  • Grund sind ebenfalls Schäden an einer Brücke
  • Die Maßnahme könnte massive Auswirkungen auf den Verkehr haben

Die A43 muss gesperrt werden, teilte die Autobahn GmbH des Bundes / Niederlassung Westfalen am Donnerstag (8. April) kurzfristig mit. Schon ab dem Montag (12. April) sei die Sperrung notwendig.

Sperrung auf A43: Massive Schäden an Emschertalbrücke

Betroffen ist erstmal nur der Lkw-Verkehr, doch auch für die Autofahrer wird es zeitgleich massive Einschränkungen geben.

Die Maßnahme sei unumgänglich, weil an einem Teilbauwerk der Emschertalbrücke, welche die A43 über den Rhein-Herne-Kanal führt, massive Schäden entdeckt wurden. Darum müsse schnell gehandelt werden.

Betroffen ist die Strecke der A43 zwischen dem Kreuz Recklinghausen und dem Kreuz Herne. Der Teilabschnitt wird dann ab Montag, den 12. April 2021, für den Schwerlastverkehr über 3,5 Tonnen in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Sperrung auf A43 hat massive Auswirkungen auf Verkehr

Doch auch für den Autoverkehr hat die Maßnahme Auswirkungen, weil die Anschlussstellen in dem Bereich komplett dicht gemacht werden sollen.

Die Brücken-Schäden und die damit verbundenen Arbeiten haben massive Folgen für den Verkehr auf der wichtigen Autobahn, die täglich allein 11.000 Lkw passieren. Die Sperrung soll derzeitigen Angaben der Autobahn Westfalen zufolge für drei Jahre gelten.

Wie groß die Auswirkungen insbesondere für den Verkehr im Ruhrgebiet haben wird, ist noch unklar. Bereits jetzt weichen Lkw-Fahrer auf Schleichwege durch das Stadtgebiet in Herne und Recklinghausen aus.

Es werden Umleitungen über die A45 eingerichtet, um einen Verkehrskollaps in den Gebieten zu vermeiden. Doch inwieweit die greifen, bleibt abzuwarten.

Belastungstests an Emschertalbrücke: Droht Vollsperrung?

Und es könnte noch schlimmer kommen. In den kommenden Wochen werden umfangreiche Belastungstests an dem Bauwerk der Emschertalbrücke durchgeführt. Sollten diese negativ ausfallen, könnten weitere Sperrungen nötig sein, von denen dann auch der Pkw-Verkehr direkt betroffen sein könnte.

Erst am Donnerstag (8. April) musste die A59 zwischen den Kreuz Duisburg und Duisburg-Süd voll gesperrt werden. Auch hier waren schwere Schäden die Ursache. (jv)

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