„Vorbereitungen mangelhaft“ Schulstart: Grüne kritisieren NRWs Corona-Plan in den Klassen

Sigrid BEER, Fraktion Buendnis 90/die Gruenen, bei ihrer Rede zum Thema NRW braucht eine Personaloffensive für mehr Bildungsgerechtigkeit

Sigrid Beer, Fraktion Bündnis 90/die Grünen, hier am 17. Juni 2021 in Düsseldorf, hat die Landesregierung scharf kritisiert. 

Kurz vor dem Schulstart in NRW haben die Grünen die Landesregierung scharf kritisiert. Die Corona-Vorkehrungen seien „weiterhin mangelhaft“, sagte Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag.

Düsseldorf. Die Grünen fordern unmittelbar vor dem Schulstart in NRW tägliche Corona-Tests für Schüler. „Wer Präsenzunterricht garantieren will, der muss die Schule wirklich zu einem sichereren Ort machen. Da sind die Vorbereitungen weiterhin mangelhaft“, kritisierte Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, am Montag (16. August) die schwarz-gelbe Landesregierung.

NRW: Gründen fordern tägliche Corona-Tests

Angesichts der hohen Ansteckungsgefahr durch die Delta-Variante und aufgrund von Reiserückkehrern reichten gerade zum Schulstart ab Mittwoch ein- bis zweimalige Corona-Tests pro Woche nicht aus, um Risiken zu minimieren, sagte Beer weiter. Außerdem solle mehr auf die verlässlicheren PCR-Lollitests gesetzt werden, die bislang nur in Förder- und Grundschulen zum Einsatz kommen.

NRW: Erwachsenen müssen Kinder schützen

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Die Forderung ist Teil eines am Montag vorgestellten Positionspapiers der NRW-Grünen für vorrangigen Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie. „Natürlich ist Impfen der Weg aus der Pandemie“, hob die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Josefine Paul, hervor.

Aufsuchende und unkonventionelle Impf- und Aufklärungsangebote an Schulen und Jugendzentren, bestenfalls für die ganze Familie, seien daher wichtig.

Gleichzeitig appellierte Paul an alle anderen, sich immunisieren zu lassen: „Die Erwachsenen sind jetzt in der Verantwortung hier auch einen Schutzkokon um die Jüngeren herum zu bauen“, sagte sie und verwies besonders auf die Kinder unter zwölf Jahren, für die es keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Kinder und Jugendliche dürften bei der sich abzeichnenden vierten Corona-Welle nicht erneut die Leidtragenden werden, betonten die Grünen-Politikerinnen.

Josefine Paul fordert mehr pädagogische Spielräume

Die vergangenen eineinhalb Jahre seien für sie sehr herausfordernd gewesen. Schule brauche mehr pädagogische Spielräume statt einer reinen Prüfungsfixierung, sagte Paul.

Gleichzeitig brauche es kleine Lerngruppen auch außerhalb der Schulgebäude, um übervolle Klassen zu entzerren und auch ganzheitliche Lernangebote, etwa in den Bereichen Kultur und Sport, machen zu können. (dpa)

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