Karriere-Ende von Tennis-Star NRW-Stadt hat Roger-Federer-Allee – und jetzt eine besondere Hoffnung

Anne Wesselmann, Roger Federer und Ralf Weber stehen vor dem Straßenschild zur „Roger-Federer-Allee“.

SPD-Politikerin Anne Wesselmann, Roger Federer und Ralf Weber (v. l.) bei der Einweihung der „Roger-Federer-Allee“.

Im westfälischen Halle wurde nach Tennisprofi Roger Federer sogar eine Straße benannt. Zu der Stadt in NRW pflegt der Schweizer ein ganz besonderes Verhältnis.

Die Nachricht vom Karriereende der Schweizer Tennislegende Roger Federer traf die Sportwelt am Donnerstag (15. September 2022) tief. Eine Legende tritt zurück.

Auch in einer NRW-Stadt reagiert man geschockt auf die Entscheidung des 41-jährigen Tennisprofis. Im westfälischen Halle wird er seit Jahren verehrt wie kein anderer Sportler.

Roger Federer: Karriereaus schockt auch Fans in der NRW-Stadt Halle

Denn dort trat er viele Jahre bei dem ATP-Turnier „Terra Wortmann Open“ (bis 2018 „Gerry Weber Open“) in der OWL Arena an und hält dort mit zehn Turniersiegen den Rekord.

„Roger Federer hat unser Turnier geprägt wie kein anderer“, erzählt Ralf Weber, Geschäftsführer der Arena im Gespräch mit EXPRESS.de. Es sei eins seiner Lieblingsturniere gewesen. „Halle und Wimbledon gehörten für ihn zusammen.“

Mit den Jahren hat sich eine tiefe Verbundenheit zwischen Federer und Halle entwickelt. Im Jahr 2016 erhielt die Zufahrtsstraße zur OWL-Arena sogar den Titel „Roger-Federer-Allee“. Aber auch Weber pflegt ein sehr vertrautes Verhältnis zu dem Tennisprofi.

Roger Federer hält einen Pokal in den Händen.

Roger Federer bei seinem ersten Sieg 2003 in Halle. Im Hintergrund: Finalgegner Nicolas Kiefer.

Er sei traurig und geschockt gewesen, als er von dem Rücktritt hörte. „Aber wir haben im vergangenen Jahr auch viel darüber gesprochen“, erinnert er sich. „Als ich dann hörte, dass er ein drittes Mal am Knie operiert wird, wurde mir klar, dass er so nicht weitermachen kann.“

Die enge Partnerschaft will Weber aber aufrechterhalten. „Wir hoffen sehr, Roger weiter einbinden zu können.“ Auf welche Art das geschehen könnte, müsse jetzt besprochen werden. Federer solle dem Tennissport erhalten bleiben, wünscht sich Weber.

Weber über Federer: „Einen Sportler wie ihn muss man erst noch einmal finden“

Über Federers viele Besuche in Halle kann Weber nur Gutes berichten. „Er ist nicht nur ein Weltklasse-Sportler, sondern in vielen Facetten ein besonderer Mensch“, berichtet er. „Er hat den Fans hier unfassbar schöne Momente beschert und sich viel Zeit für sie genommen.“

An ein paar Momente erinnert sich Weber gerne zurück. Zum Beispiel, als er im Jahr 2003 seine ersten Siege sowohl in Halle als auch in Wimbledon erreichte. „Als mein Vater ihm damals vor unserem Turnier sagte, dass er beides gewinnen würde, lachte Roger nur. Aber dann schaffte er es wirklich.“

Federers Image als Gentleman könne Weber zudem nur bestätigen. „Einen solchen Typen findet man nicht oft. Einen Sportler wie ihn muss man erst noch einmal finden.“

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