Riesen-Andrang „Konnten nicht alle impfen“ – die „Booster“-Lage in NRW 

Dortmund: Eine lange Schlange hat sich vor einem mobilen Impfzentrum mit zwei Impfbussen vor dem Deutschen Fußballmuseum gebildet.

Am Freitag (19. November 2021) hat sich eine lange Schlange vor dem Impfbus in Dortmund gebildet. 

Der Andrang bei den Booster-Impfangeboten in NRW ist groß. Die Arztpraxen kommen nicht hinterher, also stehen viele Städte und Kommunen vor großen Herausforderungen. Lange Schlangen vor Impfstellen sind die Folge.

Düsseldorf/Essen. Die Corona-Zahlen explodieren. Die Folge: Überforderte Ärzte, lange Schlangen vor den Impfstellen, unzufriedene Bürger. Es wird immer deutlicher, dass die Arztpraxen angesichts der steigenden Corona-Zahlen den rapide gestiegenen Bedarf an Auffrischungsimpfungen nicht allein bewältigen können. Vor den noch zu wenigen Impfstellen bilden sich zum Teil lange Schlangen, um eine „Booster-Impfung“ zu ergattern.

NRW: Menschen in Dortmund warten im Regen auf Booster-Impfung

In Dortmund standen die Menschen am Freitag und Samstag (20. November 2021) buchstäblich im Regen um das ganze Fußball-Museum herum, wo die Besatzungen zweier Impfbusse versuchten, dem großen Ansturm gerecht zu werden.

Und in der Nachbarstadt Bochum mussten zum Start des Weihnachtsmarktes Hunderte Impfwillige an zwei kurzfristig eingerichteten stationären Impfstellen in einem Einkaufszentrum in der City und einem ehemaligen Zeitungs-„Leserladen“ zwischen Glühweinständen und Würstchenbuden unverrichteter Dinge wieder abziehen.

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NRW: Riesen-Andrang in Bochum – „Konnten nicht alle impfen“

„Der Andrang war so groß, dass wir bis zur Schließung aus Kapazitätsgründen nicht alle impfen konnten. Wir mussten jeweils bei etwa 100 Personen kappen“, sagte Bochums Stadtsprecher Thomas Sprenger in einer Mischung aus Stolz und Frustration.

Weil die niedergelassen Ärzte es entgegen ihres ursprünglichen Versprechens nicht mehr schaffen, das sprunghaft gestiegene Interesse an Impfungen zu befriedigen, müssen die Städte rasch Alternativen finden und die Impfangebote – wie vom Land NRW gefordert – wieder  ausbauen. Das bereitet Schwierigkeiten. Nun schwärmen Mitarbeiter der Städte aus, um leerstehende Gebäude, Ladenlokale oder andere Immobilien für stationäre Impfstellen zu suchen.

NRW: Personal im Gesundheitswesen knapp und von Pandemie erschöpft

Der Wiederaufbau der Strukturen ist auch deshalb schwierig, weil das Personal im Gesundheitswesen ohnehin knapp und von der Pandemie erschöpft ist. Die jüngste Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die Booster-Impfungen für alle ab 18 Jahren verschärft die Engpässe. Jetzt muss der Entwicklung entgegengewirkt werden. (dpa)

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