In der Nacht zu Sonntag leuchteten Polarlichter über NRW. Vor allem im Münsterland war das Schauspiel zu sehen.
Geniale BilderPolarlichter erstrahlen über NRW – und sorgen für buntes Spektakel am Himmel

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Polarlichter leuchten am Samstag am Nachthimmel über der Landschaft im östlichen Brandenburg. Auch über Nordrhein-Westfalen zeigte sich das farbenprächtige Himmelsschauspiel.
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Über Teilen von Nordrhein-Westfalen hat in der Nacht zu Sonntag der Himmel geleuchtet. Der Grund: Polarlichter. Laut WDR konnten Menschen unter anderem im Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet dieses seltene Naturschauspiel erleben.
Vor allem über Gronau zeigte sich ein violetter Schleier am Himmel. Doch nicht nur dort: Auch Menschen aus Olfen, Gladbeck und Oer-Erkenschwick haben das Phänomen gesehen. Ihre Fotos stellten sie in die sozialen Netzwerke.
Dahinter steckt eine erhöhte Aktivität der Sonne. Kommt es dort zu Eruptionen, schleudert sie große Mengen geladener Teilchen ins All. Diese sogenannten Sonnenwinde bestehen aus Protonen und Elektronen. Sie rasen mit einigen Hundert bis zu 2000 Kilometern pro Sekunde durch den Weltraum.
Seltener Anblick im Münsterland: Polarlichter am NRW-Himmel
Erreichen die Teilchen das Magnetfeld der Erde, lenkt es sie an seinen Feldlinien entlang zu den Polarregionen. Dort prallen die Elektronen auf Moleküle in der Erdatmosphäre, etwa Sauerstoff und Stickstoff. Die Folge: Die Moleküle beginnen zu leuchten.
Bei uns zeigen sich Polarlichter vor allem im Frühjahr und im Herbst. Ein Grund dafür ist unter anderem der sogenannte Russell-McPherron-Effekt. Die US-Raumfahrtbehörde NASA erklärt das so: Um die Tagundnachtgleichen herum verändert sich je nach Jahreszeit, wie das Erdmagnetfeld zum interplanetaren Magnetfeld ausgerichtet ist.
Das kann bessere Bedingungen schaffen, damit Energie aus dem Sonnenwind in die Magnetosphäre gelangt. So können geomagnetische Störungen begünstigt werden – und Polarlichter werden auch in Mitteleuropa wahrscheinlicher.
Sonne im Maximum: Darum sind Polarlichter gerade auch in Mitteleuropa zu sehen

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Polarlichter leuchten am Nachthimmel über der Landschaft im östlichen Brandenburg. Auch über Nordrhein-Westfalen zeigte sich das farbenprächtige Himmelsschauspiel.
Eine hohe Sonnenaktivität erhöht die Chancen zusätzlich. Unser Stern folgt einem Rhythmus von etwa elf Jahren, dem sogenannten Schwabe-Zyklus. Während des Sonnenmaximums gibt es mehr Sonnenflecken und mehr koronale Massenauswürfe. Trifft eine solche Plasmawolke mit passenden magnetischen Eigenschaften auf die Erde, können heftige geomagnetische Stürme entstehen.

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Polarlichter leuchten am Nachthimmel über der Landschaft im östlichen Brandenburg. Auch über Nordrhein-Westfalen zeigte sich das farbenprächtige Himmelsschauspiel.
Nach Angaben der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA kann sich dann das Polarlichtoval – also der Bereich, in dem Polarlichter besonders oft auftreten – weiter Richtung Süden in niedrigere Breiten ausweiten. Deshalb kann man die Lichter dann auch von Mitteleuropa aus sehen.
Welche Farben am Himmel erscheinen, hängt unter anderem davon ab, welche Gase beteiligt sind und in welcher Höhe das Leuchten entsteht. Laut NOAA kommt grünes Licht häufig von angeregten Sauerstoffatomen in rund 100 bis 200 Kilometern Höhe. Rotes Licht aus Sauerstoff entsteht dagegen weiter oben, oft über 200 Kilometern.
Für violette und bläuliche Töne sorgen vor allem angeregte Stickstoffmoleküle und ionisierter Stickstoff. Am Himmel über NRW können sich diese Farben mischen – dann schimmert es rötlich, violett oder rosa. (red)
