Wie meint er das denn? Kutschaty nach SPD-Desaster bei NRW-Wahl: „Hat geklappt“

Thomas Kutschaty (l), SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, schüttelt die Hand von Hendrik Wüst, dem bisherigen NRW-Ministerpräsident.

Thomas Kutschaty (l), SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, schüttelt am 15. Mai 2022 die Hand von Hendrik Wüst, dem bisherigen NRW-Ministerpräsidenten.

Als enttäuschend und desaströs wird das Abschneiden der SPD und der FDP bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022 bewertet. Dennoch spricht Wahlverlierer Thomas Kutschaty davon, das Wahlziel erreicht zu haben.

Die Enttäuschung war ihm ins Gesicht geschrieben. SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty war mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022 alles andere als zufrieden.

„Das Ergebnis dieser Landtagswahl ist leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Kutschaty am Sonntagabend (15. Mai 2022), vor Anhängerinnen und Anhängern in Düsseldorf. Während CDU und Grüne zugelegt hätten, liege das Ergebnis für die SPD „unter unseren Erwartungen“.

Es sei nicht gelungen, stärkste Partei zu werden. Allerdings habe die SPD ein Wahlziel erreicht: Die Abwahl der bisherigen schwarz-gelben Koalition wertete er als Erfolg. „Schwarz-Gelb abzuwählen, hat geklappt“, sagte Kutschaty.

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Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022: FDP spricht von „desaströser Niederlage“

Schlimmer noch als die SPD hat es den Koalitionspartner der CDU getroffen. Die FDP muss um den Einzug in den NRW-Landtag zittern. Spitzenkamdidat Joachim Stamp hat angesichts der Verluste seiner Partei bei der Landtagswahl von einer „ganz schweren Niederlage“ gesprochen.

Die FDP werde sich zunächst auf die Analyse konzentrieren, woran das gelegen habe und warum sie nicht in der Lage gewesen sei, die Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren, sagte Stamp am Sonntag im ZDF.

Drastischere Worte fand der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner (43). Er zeigte sich erschüttert über das schlechte Abschneiden seiner Partei. „Wir haben eine, man muss es so sagen, desaströse Niederlage heute Abend zu verzeichnen“, sagte Lindner am Sonntag in Berlin.

„Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass auch die Freien Demokraten von diesem guten Regierungshandeln im größten Bundesland profitiert hätten“, sagte er mit Blick auf die bisherige schwarz-gelbe Koalition in Nordrhein-Westfalen. „Das ist nicht der Fall.“

Christian Linder wendet sich nach Landtagswahl 2022 an NRW-FDP

An seine Parteikolleginnen und -kollegen in Nordrhein-Westfalen gewandt sagte Lindner: „Kopf hoch – Freie Demokraten gewinnen zusammen, Freie Demokraten verlieren auch zusammen.“

Die Hochrechnungen sahen die FDP bei etwas mehr als fünf Prozent. Eine Fortsetzung der bisherigen schwarz-gelben Koalition in Nordrhein-Westfalen, in der Stamp Familienminister und Vizeregierungschef war, ist damit nicht mehr möglich. (afp)

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